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Oschatz Kirchhof wankt - fällt aber nicht
Region Oschatz Kirchhof wankt - fällt aber nicht
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18:49 03.10.2013
Doreen Wiersma (l.) und Ivana Vujica (Nr. 22) haben die Situation gespannt im Auge. Quelle: Dirk Hunger

Aber im Vorfeld hatte Gästetrainer Gernot Weiss nicht zu unrecht gewarnt: "Meine Mannschaft muss im Kopf klar sein, wir müssen unsere Leistung über 60 Minuten bringen, sonst können wir eine böse Überraschung erleben." Wie recht er hatte, zeigte die taktisch und kämpferisch bestens von SHV-Trainerin Jana Delor eingestellt SHV-Sieben. Die Oschatzer waren obendrein personell noch dezimiert, da Nicole Wirsik und Franziska Staffe nicht eingesetzt werden konnten.

Dennoch wurde dem hessischen Gast aus der 2. Bundesliga über weite Strecken ein toller Kampf geboten. Nach einem auf beiden Seiten nervösen Beginn ging Kirchhof in der dritten Minute vom Strafpunkt mit einem Siebenmeter in Führung. Aber an ein zügiges Absetzen, wie es das Team vor hatte, war nicht zu denken. Oschatz nutzte eine doppelte Manndeckung, um die Angriffsgefahr aus dem Rückraum zu vermindern. Die Einheimischen mussten sich einer ungewohnt harten Gangart erwehren. Nicht umsonst schickten die beiden Unparteiischen die Gäste insgesamt zehn Mal vom Feld. "Damit haben vor allem unsere jungen Spielerinnen noch nicht genug Erfahrung, was aber in keiner Weise als Vorwurf gelten soll", stellte sich SHV-Trainerin Jana Delor vor ihre Mannschaft. Ihr taktisches Konzept ging lange Zeit auf. Beim 6:5 durch Ivana Vujica gelang eine eigene Führung vom Sieben-Meter-Punkt und Kirchhof ließ in der Folge ein paar Möglichkeiten liegen. Aber dem SHV-Team unterliefen auch eine Reihe von Fehlern, so dass kein Kapital geschlagen werden konnte. Trotzdem wurde bei Rückständen nicht aufgesteckt und so kämpften sich Schneider und die anderen zur Pause bis auf einen Treffer wieder heran.

Nach dem Seitenwechsel verschärften die Gäste ihre Abwehrarbeit noch einmal und es wurde für die SHV-Sieben immer schwieriger, eine Lücke in die Deckung zu reißen. Aber an Aufgeben dachte keiner. Auch nicht als der Abstand ab der 40. Minute auf fünf, sechs Tore anwuchs. Katrin Miersch und auch Lisa Zimmermann unterstützen ihr Team im SHV-Tor nach besten Kräften. Während Katrin Miersch unter anderem bei dem einen oder anderen Tempogegenstoß der Hessinnen glänzen konnte, jubelte Lisa Zimmermann bei zwei von ihr gehaltenen Siebenmeterwürfen. Die Mannschaft kämpfte geschlossen um jeden weiteren Treffer. Auch nach dem 21:28 in der 55. Minute wurde nicht klein beigegeben. So verhinderte der SHV gemeinsam mit einem tollen Publikum die magische 30-Tore-Grenze und legte in der Schlussphase noch einmal vier Treffer nach.

Der Favorit hat sich durchgesetzt, aber es war mit Sicherheit für die Mädchen aus Kirchhof schwerer als erwartet. "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft absolut zufrieden. Das war ein begeisterndes Handballpokalspiel. Ein paar Fehler weniger und es wäre noch enger geworden", zeigte sich SHV-Trainerin Jana Delor nach dem Schlusspfiff zufrieden.

Kerstin Staffe

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