Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Kirmes in der guten Stube in Ablaß
Region Oschatz Kirmes in der guten Stube in Ablaß
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 29.10.2018
Kuchen und Reformationsbrötchen dürfen bei der Kirmes nicht fehlen. Quelle: Foto: B. Schumann
Ablaß

Kaum ein Stuhl ist an diesem Nachmittag in der „Guten Stube“ der einstigen Ablaßer Dorfschule unbesetzt. Frauen und Männer, auch einige Kinder, sitzen an den Tischen zur Kaffeezeit beieinander. Der hausgebackene Kuchen der Mitglieder des Heimatvereins mundet ihnen bestens. Doch auch manches Reformationsbrötchen wird verspeist. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Leute kommen“, freut sich Annelies Möser vom Heimatverein, als sie den letzten Kuchen anschneidet. Zuspruch, über den sich auch der Vorsitzende des Heimatvereins, Sarfried Kretzschmar freut.

Gespräche im einstigen Klassenzimmer

Lebhaft sind die Gespräche an den Tischen. Nicht nur Einwohner sind der Einladung zur Kirmes – die eigentlich Kirchweih bedeutet – gefolgt, sondern auch ehemalige Ablaßer Einwohner wie die Mügelnerin Rita Winkler oder Gerda Eckert aus Grauschwitz. „Das hier, wo wir heute sitzen, das war unser Klassenzimmer“, blickt Eckert zurück. Ihre einstige Schulkameradin bestätigt das. „Eine schöne Zeit!“, sind sich beide einig. Und schon fallen ihnen die eine oder andere Episode aus ihrem Schulalltag ein.

Austausch von Dorfneuigkeiten

An den anderen Tischen werden Dorfneuigkeiten ausgetauscht. An einem Tisch, wo auch Mitglieder des Vorstandes der Heimatfreunde sitzen, ist die Sanierung der einstigen Schule, die heute vom Heimatverein gepachtet ist und auch ein kleines Museum beherbergt, ein Thema der Gespräche. Denn die Pläne, um mit Hilfe von Fördermitteln manches wie Fenster an dem Gebäude zu erneuern, ist abgeschrieben oder auf Eis gelegt. Traurig stimmt dabei besonders, dass der schon gestellte und befürwortete Antrag der Heimatfreunde auf LEADER-Mittel positiv beschieden war. Doch der kommunale Bau steht auf Kirchenland und trotz der gesetzlichen Möglichkeiten hatte es die Kommune einst versäumt und noch nicht nachgeholt, das Land auf sich zu übertragen. Ein Fördermittelantrag wird scheitern, so lange das im Interesse der Heimatfreunde und des Ortes nicht geklärt ist. Schade, so einige der Mitglieder, dass so viele Mühen des Vereins, Kraft und Schreibarbeit umsonst waren.

Es gibt schon viele Pläne für Neues

Den Kopf in den Sand stecken will vorerst keiner. Weitermachen, lautet die Devise. Und so gibt es Pläne für nächste Veranstaltungen für die Mitglieder und für den Ort. Dabei soll an Traditionen wie Federnschließen im Februar, Osterfeuer, Sonnenwendfeier oder Kirmes festgehalten werden. Zudem will der Verein enger mit den Einwohnern wie zum Kinder- oder dem Sommerfest zusammenarbeiten. Familienfeiern, Rentnerrunden, Mutter-Kind-Treffs, dafür bietet die „Gute Stube“ seit ihrer Renovierung vor einem Jahr beste Bedingungen. Die Heimatfreunde sind offen, auch für andere Ideen.

Von Bärbel Schumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Farbe blau herrschte jetzt im großen Saal des Bad Dübener Heide Spa vor. Dass so viele Feuerwehrleute da waren, hatte seinen guten Grund.

29.10.2018

Nach 19 Jahren als Stadtrat in Oschatz legt Albert Pfeilsticker (66, CDU) dieses Amt freiwillig nieder. Parteifreunde, Gegner und Weggefährten bilanzieren die Arbeit von und mit dem Juristen, der aus dem Allgäu kam – und sind sich dabei in vielem einig.

29.10.2018

Herbst ist Hochzeit für Kürbisse – verziert werden sie nicht nur zum Halloweenfest. Zahlreiche Deko-Früchte entstanden jetzt bei einem Wettbewerb der Gartensparte „Am Lindenbaum“ in Wermsdorf – mit über 20 preisverdächtigen Ergebnissen.

28.10.2018