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Oschatz Kita-Chefin Roswitha Schulze feiert 40-jähriges Dienstjubiläum
Region Oschatz Kita-Chefin Roswitha Schulze feiert 40-jähriges Dienstjubiläum
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17:16 01.08.2012
Ganz gerührt folgt Roswitha Schulze (l.) den Vorführungen der Kinder. Sie haben ihrer Leiterin aus Anlass ihres 40-jährigen Berufsjubiläums ein kleines Programm eingeübt. Zu den Gratulanten gehörten auch der stellvertretende Bürgermeister Dr. Ulrich Hofmann (hinten), Gundula Müller und Irene Näther aus der Gemeindeverwaltung. Quelle: GL

Von Gabi Liebegall

Leiterin Roswitha Schulze feierte ihr 40-jähriges Berufsjubiläum. Und das wurde gebührend gewürdigt.

Nein, das ist nicht ihr Ding. "Ich habe mir gewünscht, dass das ein ganz normaler Tag bleibt", sagt die Jubilarin bescheiden. Im Mittelpunkt zu stehen mag sie nicht, und dann kommen auch noch Vertreter des Gemeinderates und der Verwaltung und Fotografen...

Am liebsten würde sie sich jetzt ganz und gar dem Neuzugang widmen. Paul ist vier Monate alt und den ersten Tag in der Einrichtung.

Der stellvertretende Bürgermeister Dr. Ulrich Hofmann (CDU) findet genau die richtigen Worte, als er ihr eine Urkunde und ein Blumengesteck als Dank überreicht.

Die Knirpse sitzen auf Bänken, blinzeln in die Sonne, sagen im Chor: "Guten Tag!" und warten auf ihren Einsatz, denn die Erzieherinnen waren in der Vorbereitung dieses Tages nicht tatenlos, haben heimlich eine Überraschung vorbereitet, ein kleines Programm, worüber sich die Chefin sehr freut. Allerdings hat es nicht geklappt, Freudentränen zu verbergen.

Langsam legt sich die Aufregung, und die Leiterin erzählt, was ihr auf der Seele liegt: Dass es mit den Mitarbeitern immer ein gutes Arbeiten war und ist in den vergangenen Jahrzehnten, dass sie ihnen und der Gemeindeverwaltung für die Unterstützung dankt, dass der Kindergarten für sie auch ein Zuhause ist, dass sie sich freut, wie schön die Einrichtung saniert wurde, und wie toll die Bedingungen für die Kinder sind. "Unser Garten ist einfach nicht zu toppen."

Im Gespräch mit der OAZ erzählt sie, dass sie schon immer Kindergärtnerin werden wollte. "Ich stamme aus einem kleinen Ort bei Torgau. Ich selbst bin nie in den Kindergarten gegangen, aber mein Bruder. Darum habe ich ihn immer beneidet."

Sie hat ihren Traum wahr gemacht und wurde Kindergärtnerin. Zuerst am Holländer in Oschatz und seit 1977 in Calbitz. Sie erinnert sich auch an die schwierigen Bedingungen für Kinder und Erzieher, aber so nach und nach seien Neuerungen vorgenommen worden.

Die Frage, wie viele Kinder durch ihre Hände gegangen sind, konnte sie nicht beantworten. "Das sind auf jeden Fall Tausende", sagt sie, und ihre Augen leuchteten dabei. Der Beruf sei vielseitig, verlange Kreativität, auch hauswirtschaftliche Aufgaben kämen zur Anwendung, und als Chefin müsse sie planen und die Übersicht behalten.

Dass die Jubilarin das alles mit Herzblut umsetzt, ist nicht zu übersehen. Die "großen Kinder" sind zusammen mit den kleinen, sie helfen sich gegenseitig, Grenzen werden akzeptiert, zum Beispiel, wenn sich Kinder in einem anderen Raum beschäftigen wollen, macht ein Schild aufmerksam, wie viele Kinder rein dürfen, und die Sanduhr verrät ihnen wie lange. "Das ist alles kein Problem", so die Chefin.

Sie würde keinen anderen Beruf ausüben wollen. Und schon ist sie wieder bei den Kindern - mittendrin, aber nicht im Mittelpunkt.

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