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Kleine Unternehmen Ziel von ausländischen Betrügern / Spuren auch im Altkreis Oschatz

Kleine Unternehmen Ziel von ausländischen Betrügern / Spuren auch im Altkreis Oschatz

"Rip-Deal" ist ein neues Betrugsdelikt, war gestern von Tom Bernhardt, Sprecher des Landeskriminalamtes in Dresden zu erfahren. Bundesweit mehrten sich die Anzeichen für Anbahnungsversuche zu sogenannten "Rip-Deals".

Auch in Sachsen und im Altkreis Oschatz seien erste Fälle aufgetreten.

 

Unter dem Begriff "Rip-Deal" (aus dem Englischen, to rip: jemanden ausnehmen, neppen; deal: Handel, Geschäft) sind Betrugs-, Raub- und Diebstahlsdelikte zu verstehen, die nach einem bestimmten Muster ablaufen und deren Opfer unter anderem klein- und mittelständische Unternehmen auf der Suche nach Investoren sind. Die Begehungsweise werde gelegentlich auch "Mailänder Betrugsmasche" genannt.

 

"Die Täter geben vor, im Auftrag eines Investors aus dem Ausland zu handeln und stellen einen größeren Auftrag in Aussicht", so Bernhardt. Für die Vermittlung des Auftrages - oft in Millionenhöhe oder eines Käufers - werde von den angeblichen Vermittlern eine Provision gefordert, die meist im sechsstelligen Eurobereich liegt. Durch häufige Kontaktaufnahme und augenscheinliches Fachwissen werde der Eindruck vermittelt, dass es sich tatsächlich um einen seriösen Interessenten handelt.

 

Die geschädigten Unternehmer würden zur "Geschäftsanbahnung" nach Mailand, Paris, Amsterdam oder in andere europäische Metropolen eingeladen. "Durch Übernahme aller Unkosten, wie für Flug und Hotel, wird eventuelles Misstrauen der Opfer abgebaut oder der in Aussicht gestellte Auftrag als so lukrativ beschrieben, dass die Unternehmer die Kosten und Mühen der Reise nicht scheuen", sagte der Beamte gegenüber der OAZ.

 

Beim Treffen vor Ort verstärke sich der Effekt durch selbstsicheres Auftreten und Einbindung mehrerer Personen. "Gearbeitet" werde in drei Stufen: Anbahnung, Verhandlung und Übergabe. "Die Täter fordern die Hälfte ihrer 'Provision' in Euro bar vorab und geben vor, gleichzeitig die Hälfte des vereinbarten Kaufpreises oder Auftragsvolumens in bar zu übergeben." Bei der Übergabe der Anzahlungen handelten meist andere Personen. "Sprachbarrieren, dass die Geschädigten ortsunkundig sind und eine erschwerte Strafverfolgung im Ausland verschaffen den Tätergruppen Vorteile", weiß Bernhardt. Zudem seien die Täter im europäischen Ausland mobil und benutzen gefälschte Personalien.

 

Besondere Vorsicht sei geboten, wenn ein Käufer oder Investor bereitwillig auf den vom Unternehmen veranschlagten Kaufpreis eingeht, ohne zu verhandeln. Und Misstrauen ist angesagt, wenn beispielsweise eine Kaufzusage ohne vorherige Besichtigung des Kaufobjektes erfolgen soll. "Die Feststellung der Personalien von Geschäftspartnern ist nicht nur legitim, sondern dringend notwendig. Niemals mit einer ausländischen Handynummer zufriedengeben!" Von dem seriösen Aussehen und Auftreten der Täter sollte sich niemand beeindrucken lassen. Gabi Liebegall i Betroffene sollten unbedingt Anzeige erstatten, auch wenn Sie nicht geschädigt worden zu sind. Anzeigen und Informationen nimmt jede Polizeidienststelle entgegen (persönlich, telefonisch oder per Post/Telefax), auch eine Onlineanzeige unter www.Polizei.Sachsen.de/Onlinewache ist möglich.

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