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Oschatz Kleiner Hoffnungsschimmer für Schloss Hubertsuburg
Region Oschatz Kleiner Hoffnungsschimmer für Schloss Hubertsuburg
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17:06 07.01.2014
Für Schloss Hubertusburg ist in diesem Jahr keine Ausstellung geplant. Quelle: Jan Woitas

Das Schloss Hubertusburg steht bislang nicht auf der Ausstellungsliste der SKD - obwohl die Sonderschau 2013 in Wermsdorf zu einem echten Besuchermagnet wurde.

Schon als die Marke von 30 000 Gästen der Sonderschau "Die königliche Jagdresidenz Hubertusburg und der Frieden von 1763" geknackt wurde, erklangen die ersten Rufe nach einer Fortsetzung der Ausstellung in Wermsdorf. Zum Schluss kamen über 86 000 Gäste in das Schloss Hubertusburg. Und dabei wird es zunächst erst einmal bleiben, macht SKD-Generaldirektor Dr. Hartwig Fischer deutlich.

"Wir verstehen natürlich, dass der große Erfolg der Ausstellung auf Schloss Hubertusburg, der positive touristische und ökonomische Effekte für die Gemeinde Wermsdorf und die Region mit sich brachte, bei vielen den Wunsch nach einer weiteren Sonderausstellung entstehen ließ", meinte er. Das sei allerdings nicht vorgesehen.

Fischer erinnert an die Ausgangslage der Schau: Diese sei anlässlich des 250. Jahrestages des Friedens von Hubertusburg konzipiert worden. Mit dem "nötigen Vorlauf" habe dafür auch die Landesregierung Geld zur Verfügung gestellt. Eine mehrjährige oder gar dauerhafte Ausstellung stand seinerzeit nicht zur Debatte. Demzufolge sind im Wirtschaftsplan 2014/15 der SKD auch keine Mittel für ein Engagement auf Schloss Hubertusburg vorgesehen. "Dies hat auch damit zu tun, dass es den SKD wichtig ist, an möglichst vielen Orten in Sachsen präsent zu sein - das nächste bedeutende Projekt ist die nationale Sonderausstellung 'Luther und die Fürsten' auf Schloss Hartenfels in Torgau, die bereits in Vorbereitung ist", beschrieb der Generaldirektor. Für derart große Projekte sei ausreichend Vorlauf nötig, nicht zuletzt, um die Finanzen zu sichern.

Die große Resonanz auf die Sonderausstellung im Schloss Hubertusburg beschäftige die Staatlichen Kunstsammlungen dennoch, bestätigte Dr. Hartwig Fischer. So habe man dennoch Überlegungen für eine Folgeausstellung im Sommerhalbjahr in Wermsdorf angestellt. Für die Enthusiasten in der Gemeinde, unter Touristikern und Gästeführern, die sich dringend ein ständiges Museum im Schloss wünschen, ist das immerhin ein hoffnungsvolles Zeichen.

Vielmehr gibt es im Moment aber nicht aus Dresden. "Es wäre für die SKD angesichts ihrer schon lange feststehenden anderweitigen Planungen allerdings nicht einfach, kurzfristig eine weitere Ausstellung in Wermsdorf zu realisieren", räumt er ein. Vermutlich könnten die nötigen Gelder vom Freistaat auch nicht von heute auf morgen bereit gestellt werden. Doch genau darauf hofft man in Wermsdorf und hat dafür bei Politikern wie Staatsminister Frank Kupfer (CDU) aus Oschatz und Vertretern von Institutionen um Unterstützung geworben.

Jana Brechlin

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