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Oschatz Kleingärtner in Mügeln stehen in den Startlöchern
Region Oschatz Kleingärtner in Mügeln stehen in den Startlöchern
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06:00 17.03.2017
Vereinsvorsitzender Werner Frohberg schneidet in seinem Garten die Rosen zurück. Quelle: Fotos: Heinz Großnick
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Mügeln

Die Winterruhe in der Kleingartenanlage „Bergfrieden“ in Mügeln ist endgültig vorbei. Die Kleingärtner stehen in den Startlöchern. „Jetzt ist die Zeit für die Rasenpflege und zum Kalken sowie zum Vertikutieren gekommen“ sagt Werner Frohberg, Vereinsvorsitzender der Kleingartensparte. Paprika und Tomaten haben viele Gartenfreunde in den vergangenen Wochen bereits zu Hause vorgezogen. Jetzt gehörten die Pflanzen in die Gewächshäuser, so Frohberg. Den Januar und Februar haben die Mügelner auch dazu genutzt, sämtliche Friedhofsgewächse in der Anlage zu entfernen, denn die gehören nicht in die Gärten. Dazu hatte der Verein eine Großaktion gestartet.

Von den 89 Parzellen im Gartenverein werden 57 bewirtschaftet und 13 stehen in Pflege der Oschatzer Tafel. Ab April kommen dabei wieder Ein-Euro-Jobber zum Einsatz, die von Seiten des Oschatzer Jobcenters genehmigt wurden. Neun Gärten seien im öffentlichen Teil der Anlage zurückgebaut worden. Die bewirtschaftete Fläche beträgt laut Frohberg insgesamt 27 471 Quadratmeter.

Dem Verein gehören derzeit 75 Mitglieder an, allerdings mit einem hohen Altersdurchschnitt von 57,7 Jahren. „Größte Gruppe sind die über 65-Jährigen mit 43 Prozent“, hat der Vereinschef ausgerechnet. Nachwuchs sei deshalb gefragt, vor allem junge Leute. Wer Interesse habe, könne sich gern melden. „Wir sind in Mügeln die einzige Anlage auf städtischem Land und haben derzeit fünf freie Gärten mit Laube sowie Strom- und Wasseranschluss zu verpachten“, informiert der 63-Jährige und fügt hinzu: „Gartenarbeit ist gesundheitsfördernd und kann den Besuch im Fitnessstudio ersparen. Man arbeitet an der frischen Luft und ist in Bewegung. Schließlich wird beim Bücken, Laufen, Knieen und Heben jede Muskelgruppe beansprucht.“ Und auch der Erholungsfaktor komme nicht zu kurz. Nach getaner Arbeit gehöre auch die Entspannung dazu. „Schönste Zeit ist dann im Sommer auch die Ernte“, schwärmt der Mügelner, auf dessen Parzelle beispielsweise Gewürzpaprika, jede Menge Salate, Kräuter, Erdbeeren, Kartoffeln, Tomaten Bohnen und Gurken heranwachsen. Das werde dann auch zum Eigenverbrauch verwertet. „Ich sage immer, im Sommer regenerieren wir uns mit dem eigenen Bioobst.“

Auch die Gemeinsamkeit unter den Gartenfreunden soll keinesfalls zu kurz kommen. Zwar sei das Gartenfest im vergangenen Jahr aufgrund von Terminüberschneidungen von der Besucherzahl her ein Reinfall gewesen, dennoch planen die Vereinsmitglieder auch in diesem Jahr wieder ein solches Fest. Dabei wollen sie auf jeden Fall darauf achten, dass zur gleichen Zeit in der Region nicht ebenfalls Veranstaltungen stattfinden und man dadurch gegenseitig auf Besucher verzichten müsse. Allerdings sei das konkrete Datum noch unklar. Derzeit werde die Jahreshauptversammlung vorbereitet, zu der am Sonnabend, dem 22. April, alle Vereinsmitglieder eingeladen sind.

Von Heinz Großnick

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