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Oschatz Klodawaer sind mit dem Radl da
Region Oschatz Klodawaer sind mit dem Radl da
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16:24 02.07.2014
Nach dem Empfang im Rathaus das Gruppenbild auf dem Neumarkt: Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (l.) gestern Vormittag mit den polnischen Gästen. Quelle: Sven Bartsch

Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) begrüßte die Gäste aus der befreundenen Stadt gestern im historischen Ratssaal. Im August fährt eine Gruppe der Oschatzer Jugendfeuerwehr nach Klodawa - vier Oschatzer werden dort beim Salz-Fahrrad-Marathon in die Pedalen treten.

"Wir laden vier junge Oschatzer zu unserem Marathon am 23. August ein", sagte gestern Wlodzimierz Kowalczyk. Der 64-Jährige ist der Kopf der vierköpfigen Radfahr-Truppe vom Verein Solni Cykliski. Übersetzt heißt das Salz-Radsportler. So nennen sich die Vereinsmitglieder, weil sich in ihrer Stadt - unter einer 100 Meter dicken Erdschicht - der größte Salzstock im polnischen Tiefland befindet. Und deshalb wird im August in Klodawa auch der Salz-Fahrrad-Marathon veranstaltet. Zwei Oschatzer sollen dann über die 17-Kilometer-Distanz und zwei über die 25-Kilometer-Distanz ins Rennen gehen. "Hoffentlich", so scherzte Oberbürgermeister Kretschmar, "findet das Rennen nicht unter Tage statt."

Über die Entfernungen beim Salz-Fahrrad-Marathon kann Wlodzimierz Kowalczyk nur lächeln. Seit 2007 hat der Klodawaer 75 000 Kilometer im Sattel zurückgelegt. Bis 2016 will er die 100 000-Marke knacken und sich damit die Auszeichnung christlicher Weltpilger sichern. "Bis jetzt dürfen sich nur 14 Europäer so nennen", sagt Kowalczyk. Ganz nebenbei muss er für den Titel auch noch 2000 genau festgelegte Kirchen besuchen - unter anderem in Spanien, Litauen und Venedig.

In Oschatz haben die Katholiken gestern die St. Aegidienkirche besucht, heute wollen sie sich die Frauenkirche in Dresden anschauen. Auf den ebenfalls geplanten Ausflug zum Meißener Dom verzichtet Wlodzimierz Kowalczyk dagegen ganz bewusst. "Dafür schaue ich mir lieber die Grünflächen und Gärten in Oschatz an", nannte er den Grund. Als promovierter Gartenbauer interessiert sich der 64-Jährige für alles, was grünt und blüht.

Warum sich die vier polnischen Radsportler gerade Oschatz als Station für ihre 1300 Kilometer lange Tour Klodawa-Oschatz-Dresden-Klodawa ausgesucht haben, dafür gibt es laut Kowalczyk vor allem einen Grund: "Wir wollen die Zusammenarbeit zwischen Klodawa und Oschatz festigen."

Adam Malinski ist ein Klodawaer, der sich diesem Ziel schon seit etlichen Jahren verschrieben hat. Als Dolmetscher ist Malinski derzeit bereits das vierte Mal in Oschatz. "Das ist eine meiner vielen Heimaten. Ich fühle mich hier sehr wohl", sagte er gestern. Der Dolmetscher betreut die neun jungen Polen, die über den internationalen Jugendaustausch nach Oschatz gereist sind und hier im Europäischen Jugendcamp übernachten. "Für unsere Jugendlichen ist Oschatz ein Traum", sagt Malinski.

Frank Hörügel

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