Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Knapp 100 Starter beim 6. BMX-Rennen in Lonnewitz
Region Oschatz Knapp 100 Starter beim 6. BMX-Rennen in Lonnewitz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:41 21.05.2018
Getümmel am Start beim sechsten Kinder- und Jugend-BMX-Rennen in Lonnewitz. Quelle: Christian Kunze
Anzeige
Lonnewitz

Claudia Schober-Hermann drückt ihrem Sohn Leon kurz vor dem Start einen Kuss auf die Wange. Wie zahlreiche anderer Mütter und Väter auch feuert die Lonnewitzerin am Pfingstsonnabend den Nachwuchs an. Auch ihre ältere Tochter Lena fährt mit – keine Seltenheit, dass ganze Familien an die Strecke gekommen sind. Einige von ihnen haben sogar Picknickdecken mit.

Der Verein Lonnewitz wächst konnte in diesem Jahr 96 Starter begeistern

Hungern muss an diesem Tag auch keiner, denn der Waffelteig ist eimerweise da, die Würste brutzeln auf dem Grill und das halbe Dorf, so scheint es, hat Kuchen gebacken. „Das Rennen begeistert die Leute, über den Verein und über das Dorf hinaus. Binnen weniger Jahres ist es zum Selbstläufer geworden“, freut sich Claudia Schober-Hermann. Das Wetter, die Organisation und die Bemühungen des Vereins haben dazu beigetragen.

Die maximale Starterzahl von 100 Jungen und Mädchen wurde beinahe geknackt: 96 Kinder und Jugendliche wirbeln an diesem Nachmittag an der Bundesstraße 6 ordentlich Staub auf. Die ältesten sind, dem Reglement entsprechend, 14 Jahre alt, der jüngste, Ben Thomas, hat vor einer Woche seinen dritten Geburtstag gefeiert.

Fahrer der ersten Stunde ist Jannis Kompauer. Der Oschatzer hat bisher kein Rennen ausgelassen und ist in seine Altersklasse nur einmal nicht Sieger geworden. Auch in diesem Jahr ist die Konkurrenz so stark, dass er es nicht geschafft hat. Das stört ihn aber nicht. Wichtiger ist, dass er hier zusammen mit den Kumpels um die Wette fahren kann, mit denen er es auch außerhalb des Pfingstwochenende auf dieser Strecke tut. „Zwei Mal in der Woche trainieren wir hier – und das ist wirklich toll. Ich habe schon einige andere Strecken ausprobiert, aber keine ist so gut wie die in Lonnewitz“, so der 13-Jährige. Ein wenig wehmütig denkt er an das kommende Jahr. Sollte das Reglement beibehalten werden, dann kann er 2019 das letzte Mal teilnehmen. Das wurmt ihn ein wenig, allerdings nicht, weil es dann keine Pokale oder Medaillen mehr gibt, sondern weil zu den Prämien, die die vordersten Plätze bekamen, stets auch Sachpreise gehören, mit denen man sein Fahrrad oder die Sicherheit beim Fahren immer auf den neuesten Stand halten konnte.

Auf einen Podestplatz legt es auch Andreas Görl für seinen Sohn Erik nicht an. Der Oschatzer hält die Rennen mit der Kamera fest und hat, gemeinsam mit seinem Sohn, das Rad fit gemacht. „Wichtig ist, dass er unverletzt wieder nach Hause kommt“, sagt Görl. Angesichts des ein oder anderen Sturzes oder Zusammenstoßes beim Rennen, nach dem aber sofort Crewmitglieder und Sanitäter bereit stehen, ist dieser Wunsch auch berechtigt.

Von Christian Kunze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

„Normal ist wie alle sind, aber alle sind verschieden“, sagte mal eine Klassenkameradin von mir. Sie hat Recht – das belegt nicht nur das Ausbruch eines vermeintlich nicht Normalen aus der Psychiatrie in Wermsdorf. Denn was ist eigentlich normal?

20.05.2018

7861 Euro kamen bei der Aktion „Ein Licht im Advent“ zusammen. Mit diesem Geld wollen die Kinder der Wohngruppe Sornzig in den Urlaub starten. Für die Küken geht es in das Erzgebirge. Auf die Großen warten ein paar abwechslungsreiche Tage im Ferienlager in Limbach-Oberfrohna.

19.05.2018

Zwischen Folklore, Militär und Wirtschaftsmacht – bei einem Forum in Oschatz soll die besondere Beziehung zwischen Deutschland und Russland ausgelotet werden. Interessierte können sich noch für die Veranstaltung des Auswärtigen Amtes anmelden.

19.05.2018
Anzeige