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Oschatz Knochen in Sachen Kosten noch porös
Region Oschatz Knochen in Sachen Kosten noch porös
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15:38 27.09.2013

Es gibt Untersuchungen mit Zuzahlung oder ganz von der Kasse übernommene.

Mit Verwunderung musste die Oschatzerin jetzt erfahren, dass sie für die Untersuchung 42,20 Euro bezahlen soll. Als chronisch kranke Seniorin müsse sie so schon viel Geld für Medikamente hinblättern.

Wie andere gehandicapte Bürger freut sie sich über die Nachricht: "Der Gemeinsame Bundesausschuss hat heute Änderungen zur Knochendichtemessung beschlossen. Endlich haben chronisch kranke Patientinnen und Patienten und solche mit Risiken Anspruch auf die Durchführung einer Knochendichtemessung zur Erkennung einer Osteoporose." Bisher musste es erst zu einem Knochenbruch kommen, damit eine Knochendichtemessung von den Krankenkassen erstattet wurde. Daneben steht sie nun auch jenen Bürgern zu, bei denen der Verdacht auf eine sogenannten sekundäre Osteoporose besteht. Die entwickele sich im Zusammenhang mit einer Reihe von chronischen Krankheiten, aber auch als unerwünschte Wirkung von Arzneimitteln wie Kortison. Das gelte zum Beispiel für chronische Darm-, Leber- und Nierenerkrankungen, Rheuma, Brustkrebs, Asthma, oder Mukoviszidose, heißt es im Wortlaut des Gemeinsamen Bundesausschusses. Zu diesem konkreten Fall sprach die OAZ mit Hannelore Strobel, Pressesprecherin der AOK Plus: "Aufgrund der neuen Bewertung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (in Kraft seit 11. Mai 2013) können Patienten, die noch keinen Bruch erlitten haben und ein erhöhtes Osteoporoserisiko aufweisen, eine Knochendichtemessung - der Fachbegriff lautet Osteodensitometrie - als Kassenleistung erhalten." Voraussetzung sei, dass aufgrund des vorliegenden Befundes eine medikamentöse Therapie durchgeführt werden soll. Die Entscheidung dazu treffe der behandelnde Arzt. "Bisher konnte eine Knochendichtemessung nur als Kassenleistung erbracht werden, wenn bereits ein Knochenbruch ohne entsprechendes Trauma vorlag und gleichzeitig ein begründeter Verdacht auf eine Osteoporose bestand." Die Abrechnung über die elektronische Gesundheitskarte sei momentan noch nicht geklärt. Patienten könnten die Rechnung im Original formlos (mit Angabe ihrer Bankverbindung) bei ihrer Krankenversicherung einreichen. Die Rechnungen müssten folgenden Vermerk des Arztes enthalten: "Anforderung laut GBA-Beschluss vom 21. Februar 2013 erfüllt." In allen anderen Fällen bleibe die Osteodensitometrie eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL).

Gabi Liebegall

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