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Knöllchen-Rekord in Oschatz: Autofahrer zahlen 118 900 Euro

Knöllchen-Rekord in Oschatz: Autofahrer zahlen 118 900 Euro

118 900 Euro Einnahmen aus Verwarn- und Bußgeldern. Das ist seit dem Jahr 2010 der höchste Betrag, der in die Oschatzer Stadtkasse geflossen ist. Ein Reizthema, bei dem Fahrzeugführer nervös und manchmal auch wütend werden, sind die "Knöllchen" - Verwarn- und Bußgelder.

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Ein Strafzettel (Knöllchen) steckt in einem Scheibenwischer eines geparkten Autos.

Quelle: Stefan Sauer

Hier fühlen sich die meisten Kraftfahrer gegängelt: Man sei doch nur eine Minute weggewesen! Zu schnell sei man mit 40 Kilometer pro Stunde (km/h) in einer 30er Zone nicht gewesen. Und zu nah aufgefahren sei man auch nicht, das voraus fahrende Auto war doch viel zu langsam. Aus Sicht der Betroffenen ist das Abzocke. Im Rathaus wird das naturgemäß anders gesehen.

 

"Zu beachten ist, dass die Aufgabe der Überwachung des fließenden Verkehrs am 1. Januar 2010 an die Große Kreisstadt übertragen wurde, und erst seit Ende April desselben Jahres regelmäßig durchgeführt wird", sagte dazu Anja Seidel, Sprecherin der Stadtverwaltung. Der Anteil der Einnahmen aus dem fließenden Verkehr betrage etwa 82 Prozent der Gesamteinnahmen.

 

"In der Erhöhung der Einnahmen von 2012 zu 2014 spiegelt sich die Steigerung der Zahl der Verkehrsüberschreitungen wider, ohne dass die Zahl der Messtage oder Messstellen wesentlich verändert wurde." Dieser Fakt (siehe Kasten) könne nicht mehr als Kavaliersdelikt bezeichnet werden, meint die Pressesprecherin. Und sie ergänzt, dass mit der Polizei regelmäßig eine Abstimmung zu den Standorten der Messstellen erfolgt. Eingerichtet worden seien die an Schulwegen, Kindertagesstätten, in 30er Zonen, Einfahrten, Kreuzungsbereichen und Bushaltestellen.

 

Anja Seidel versichert, "dass wir die Geschwindigkeitsüberwachung als präventive Maßnahme zur Unfallverhütung betrachten und nicht als zusätzliche Einnahmequelle". Die Einnahmen dienten fast ausschließlich der Deckung der Kosten, die beim Blitzen oder Knöllchenverteilen entstehen. Dazu gehören Personalkosten, Kosten der Fortbildung, der Fallbearbeitung sowie die Sachausgaben. Ganz offensichtlich geben Fahrzeugführer immer mehr Anlass für einen erhobenen Zeigefinger und entsprechende Strafen.

 

Eine Geldstrafe tut weh, Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister tun weh und der Führerscheinentzug sowieso. Nicht selten werden Vollzugsbedienstete beschimpft oder für unfähig erklärt. Dabei tun sie nur ihre Pflicht.

 

Wird zum Beispiel ein Fahrzeugführer dabei ertappt, wenn er zum zweiten Mal gegen die 0,5-Promill-Grenze verstößt, muss er 1000 Euro zahlen, bekommt zwei Punkte, und ihm wird für drei Monate die Fahrerlaubnis entzogen.

 

Bei einer Straßenverkehrsgefährdung unter Alkoholeinfluss gibt es drei Punkte, die Fahrerlaubnis wird eingezogen, und es gibt eine Freiheits- oder Geldstrafe. Wer außerorts um 70 km/h schneller ist als erlaubt, muss 600 Euro zahlen, bekommt zwei Punkte und "darf" drei Monate laufen. © Kommentar

Gabi Liebegall

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