Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Knöllchen-Rekord in Oschatz: Autofahrer zahlen 118 900 Euro
Region Oschatz Knöllchen-Rekord in Oschatz: Autofahrer zahlen 118 900 Euro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:47 16.03.2015
Ein Strafzettel (Knöllchen) steckt in einem Scheibenwischer eines geparkten Autos. Quelle: Stefan Sauer

Hier fühlen sich die meisten Kraftfahrer gegängelt: Man sei doch nur eine Minute weggewesen! Zu schnell sei man mit 40 Kilometer pro Stunde (km/h) in einer 30er Zone nicht gewesen. Und zu nah aufgefahren sei man auch nicht, das voraus fahrende Auto war doch viel zu langsam. Aus Sicht der Betroffenen ist das Abzocke. Im Rathaus wird das naturgemäß anders gesehen.

"Zu beachten ist, dass die Aufgabe der Überwachung des fließenden Verkehrs am 1. Januar 2010 an die Große Kreisstadt übertragen wurde, und erst seit Ende April desselben Jahres regelmäßig durchgeführt wird", sagte dazu Anja Seidel, Sprecherin der Stadtverwaltung. Der Anteil der Einnahmen aus dem fließenden Verkehr betrage etwa 82 Prozent der Gesamteinnahmen.

"In der Erhöhung der Einnahmen von 2012 zu 2014 spiegelt sich die Steigerung der Zahl der Verkehrsüberschreitungen wider, ohne dass die Zahl der Messtage oder Messstellen wesentlich verändert wurde." Dieser Fakt (siehe Kasten) könne nicht mehr als Kavaliersdelikt bezeichnet werden, meint die Pressesprecherin. Und sie ergänzt, dass mit der Polizei regelmäßig eine Abstimmung zu den Standorten der Messstellen erfolgt. Eingerichtet worden seien die an Schulwegen, Kindertagesstätten, in 30er Zonen, Einfahrten, Kreuzungsbereichen und Bushaltestellen.

Anja Seidel versichert, "dass wir die Geschwindigkeitsüberwachung als präventive Maßnahme zur Unfallverhütung betrachten und nicht als zusätzliche Einnahmequelle". Die Einnahmen dienten fast ausschließlich der Deckung der Kosten, die beim Blitzen oder Knöllchenverteilen entstehen. Dazu gehören Personalkosten, Kosten der Fortbildung, der Fallbearbeitung sowie die Sachausgaben. Ganz offensichtlich geben Fahrzeugführer immer mehr Anlass für einen erhobenen Zeigefinger und entsprechende Strafen.

Eine Geldstrafe tut weh, Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister tun weh und der Führerscheinentzug sowieso. Nicht selten werden Vollzugsbedienstete beschimpft oder für unfähig erklärt. Dabei tun sie nur ihre Pflicht.

Wird zum Beispiel ein Fahrzeugführer dabei ertappt, wenn er zum zweiten Mal gegen die 0,5-Promill-Grenze verstößt, muss er 1000 Euro zahlen, bekommt zwei Punkte, und ihm wird für drei Monate die Fahrerlaubnis entzogen.

Bei einer Straßenverkehrsgefährdung unter Alkoholeinfluss gibt es drei Punkte, die Fahrerlaubnis wird eingezogen, und es gibt eine Freiheits- oder Geldstrafe. Wer außerorts um 70 km/h schneller ist als erlaubt, muss 600 Euro zahlen, bekommt zwei Punkte und "darf" drei Monate laufen. © Kommentar

Gabi Liebegall

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wenn es den Schülern Freude macht, freut sich auch der Lehrer. Das ist in diesem Fall Andreas Naujoks, Diplom-Forstingenieur (FH) und Mitarbeiter der Wald-Erlebnis-Scheune Taura.

16.03.2015

"Liebe ist ohne Nächstenliebe sinnlos" (Lions) lautet das Motto des Oschatzer Lionsclubs. Die engagierten Männer aus Oschatz und Umgebung sowie ihre Ehefrauen haben bei ihren Aktivitäten, beispielsweise mit einem eigenen Stand beim Oschatzer Weihnachtsmarkt oder dem traditionellen Sommerkonzert, Geld gesammelt.

13.03.2015

Die Zeichen stehen gut. Die Meteorologen sagen derzeit für den 20. März einen sonnigen Tag mit über acht Sonnenstunden an - mehr geht um diese Jahreszeit nicht.

13.03.2015