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Oschatz Königliche Kochkunst auf Schloss Hubertusburg
Region Oschatz Königliche Kochkunst auf Schloss Hubertusburg
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00:39 07.08.2015
Martina Elvira Lotzmann und Gerold Dubau zeigen, wie zu Zeiten August des Starken getafelt wurde und welche Gewürze zum Einsatz kamen. Quelle: Bärbel Schumann
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Wermsdorf

Von Bärbel Schumann

Auch die Gästeführer des Freundeskreises Schloss Hubertusburg befassten sich mit dieser Thematik. Auf der Suche nach einer Erweiterung der übrig geblieben Ausstellungsstücke und Begleitmaterialien der Sonderschau der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Jahr 2013 auf Hubertusburg wurden die Frauen und Männer gerade dabei fündig. Sie befassten sich mit den Speisen, die aufgetischt wurden. Was kam überhaupt auf den Tisch? Wie wurde zum Beispiel das in den Wäldern um Wermsdorf erlegte Wild aufbereitet? Wie gekocht und gewürzt? In gut zwei Monaten wurde schließlich von der Idee bis zur Umsetzung der Ausstellungserweiterung gebraucht. Sie schlägt den Bogen von der Kochkunst um 1600 bis zur Geschichte der Hubertusburg im Augusteischen Zeitalter. "Die Kochkunstschau wird ergänzt um das Thema ,Die Königliche Tafel und Feste am Königshof'", erklärt Martina Elvira Lotzmann. Die Besucher erfahren beispielsweise, dass als sehr wohlhabend galt, wer seine Speisen mit exotischen Zutaten versah. "Je mehr Gewürze verwendet wurden, desto mehr Ansehen genoss man", ergänzt sie. Viele Gerichte wurden deshalb überwürzt. Heute bei uns im Alltag verwendet, zählte zum Beispiel Pfeffer zu den besonderen Gewürzen. Auch Ingwer, Zimt, Muskatnuss und Muskatblüte, Rohrzucker, Safran, Nelken wurden importiert. Eine Übersichtskarte und verschiedene Geruchsproben zur Anschauung sind deshalb in der Ausstellung zu finden.

Dank zahlreicher historischer Zeichnungen und anderer Materialien bekommen Teilnehmer an der Führung einen Einblick, wie es bei einem Festgelage zuging. So wurde die Tafel in Form eines A - stehend für August gestellt. Den Steg zwischen den Buchstabenbalken bildete ein Brunnen, der parfümiert wurde, um den Appetit anzuregen. Bis zu 180 Speisen kamen zuweilen auf den Tisch, was Schwerstarbeit für Köche und Helfer bedeutete. Kupferstiche aus Zeiten des Königspaares Maria Josepha und August dem III. künden davon. Viele Schautafeln und Bilder ergänzen die Gewürzabteilung. Gerätschaften oder Tafelzubehör als Exponate fehlen bei der Schau allerdings. Aber dafür gibt er Erklärungen. "Wir sind nur ein kleiner Verein. Für große Kultur- und Kunstausstellungen fehlen uns die finanziellen Mittel", so die Gästeführerin. Doch dieser Umstand schmälert nicht die Initiative der Gästeführer. Sie, die 2013 nah spürten, wie begeistert und neugierig zugleich die Besucher waren, wollten einfach neues Interessantes und Wissenswertes anbieten. Vor allem auch, damit das Schloss als Ausflugsziel in aller Munde bleibt. Das haben sie erreicht.

Bärbel Schumann

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