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Königlicher Applaus für die Prinzen

Königlicher Applaus für die Prinzen

In seinen Adern fließt Oschatzer Blut: Für Jens Sembdner von den "Prinzen" war das Konzert am Sonntagabend in der Oschatzer Stadtkirche St. Aegidien ein Heimspiel - klar, dass er besonders viel Applaus bekam.

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Jens Sembdner, Tobias Künzel, Sebastian Krumbiegel, Henri Schmidt und Wolfgang Lenk (stehend, von links) sind "Die Prinzen".

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Von christian kunze

Die 600 Gäste sparten auch sonst nicht mit Beifall - schließlich lieferten die Sänger im Rahmen des diesjährigen Oschatzer Musikherbstes einen Querschnitt ihres inzwischen 24-jährigen Schaffens ab. Aus dem Repertoire der insgesamt zwölf Studioalben gaben sie von jeder Scheibe mindestens einen Song zum Besten - zusätzlich einige A-capella-Gesänge, die nirgendwo nachzuhören sind - und der besonderen Akustik des Gotteshauses Rechnung trugen. Für die Oschatzer Kirchgemeinde und den Verein "Rettet St. Aegidien" war der Abend mit den Leipziger Sängern das Tüpfelchen auf dem i im Doppeljubiläumsjahr. Lutz Naake erinnerte daran, dass die Kantorei vor 475 Jahren gegründet und die Kirche vor einem Jahrzehnt nach der umfassenden Sanierung wieder eröffnet wurde.

Die neue CD der Prinzen heißt nicht umsonst "Familienalbum": In Oschatz zeigt sich, wie auch in den übrigen Städten in denen sie mit ihrer Kirchentour Station machen, dass inzwischen drei Generationen die Hits des Quintetts mitsingen können. Am deutlichsten wird das bei Klassikern wie "Küssen verboten", "Millionär" oder "Gabi und Klaus". Letzteren präsentieren die Prinzen mit gleicher Melodie, aber neuem Text: 20 Jahre später treffen sich die Protagonisten wieder - und es funkt sofort.

Die Chemie zwischen den ehemaligen Chorknaben und dem Publikum stimmt vom ersten Moment an. Egal ob melancholische Balladen oder Verse, die klar politisch Stellung beziehen - die Oschatzer gehen mit. Lieder wie "Bombe", in denen rechtsextremes Gedankengut und ebensolche Taten verurteilt werden, dürfen, gerade jetzt, bei keinem Auftritt fehlen. Dieses Werk ist wie ein Ventil für die Wut und das Unverständnis darüber, dass in Deutschland Asylunterkünfte in Flammen stehen.

Zum Schluss stimmt die Gruppe "Alles nur geklaut" an - und es hält keinen mehr auf den Kirchenbänken. Stehende Ovationen leiten die Zugabe ein. "Ich schenk dir die Welt" singen die Fünf unter anderem. So viel muss es nicht sein. In Oschatz genügt ein Abend, der in seinen besten Momenten mehr ist als musikalische Unterhaltung. Ein Erlebnis, das allen, die dabei waren, noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Aus der Oschatzer Allgemeinen Zeitung vom 22.09.2015

Christian Kunze

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