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Oschatz Kohle für die Döllnitzbahn
Region Oschatz Kohle für die Döllnitzbahn
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00:38 20.09.2015
Die Oschatzerin Rita Klingner und Michael Schönig aus dem Wirtschaftsministerium (2.v.r.) überreichen Lutz Haschke und Ingo Neidhardt (r.) Zuschüsse für die Bahn. Quelle: Dirk Hunger
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Mügeln

Von Jana Brechlin

Das Geld (750 000 Euro) kommt vom Sächsischen Wirtschaftsministerium für die Erweiterung einer Lokwerkstatt. Außerdem gab es eine private Spende.

Zuwendungen, die die Kleinbahner immer gut gebrachen können, versicherte Döllnitzbahn-Geschäftsführer Ingo Neidhardt. Dabei sei man froh, dass der Betrieb auch nach der Privatisierung mit öffentlichen Geldern unterstützt werde. "Wir bekommen ein Viertel der Mittel, die andere sächsische Bahnen zur Verfügung haben", sagte Neidhardt. Außerdem würden die Kommunen die Döllnitzbahn unterstützen. Dass die Kleinbahn nach Diskussionen um eine Stilllegung der Strecke wieder wirtschaftlich stabilisiert werden konnte, habe auch mit der Hingabe der Mitarbeiter zu tun. "Unsere Belegschaft hat lange auf Lohnsteigerungen, die für andere selbstverständlich waren, verzichtet", machte er deutlich. Das Ergebnis könne sich sehen lassen. "So gefestigt wie jetzt war die Döllnitzbahn noch nie."

Unter den Gästen zur Jubiläumsfeier waren viele alte Bekannte. Etwa Michael Schönig aus dem Wirtschaftsministerium in Dresden mit einer ganz eigenen Beziehung zur Kleinbahn in der Region: "Ich habe am 17. Dezember 1993 die Genehmigung für die Döllnitzbahn geschrieben - als erste nicht bundeseigene Eisenbahn in Sachsen." Jetzt überreichte er Ingo Neidhardt einen Förderbescheid des Landes. Zwar für die Erweiterung der Lokwerkstatt in Zittau, in die eine Million Euro investiert werden sollen, und nicht für den hiesigen Kleinbahnstandort, dennoch haben die Mügelner davon aber auch etwas, sagte der Geschäftsführer. "Wir nutzen die Werkstatt schließlich ebenso, denn dort werden auch die Loks aus Mügeln gewartet", so Neidhardt.

Dafür war in der Woche zuvor der Förderbescheid für die Infrastruktursanierung des Döllnitzbahnnetzes in Zittau gelandet: In die Strecke in der Region werden dieses Jahr 650 000 Euro investiert, und auch diesen Bau unterstützt der Freistaat mit 75 Prozent.

Eine Spende mit der Schnapszahl über 333,33 Euro überreichte zudem die Oschatzerin Rita Klingner an den Förderverein der Döllnitzbahn. "Ich bin dort selbst Mitglied und begeistert von dem, was die Leute hier auf die Beine stellen. Die Schmalspurbahn macht die Region zu etwas Besonderem und lockt immer wieder viele Gäste an. Ich wünsche mir, dass dieses Potenzial noch stärker ausgebaut wird - die Döllnitzbahn hat es verdient", sagte sie.

Ein großes Plus sei das Geoportal, das im Mügelner Bahnhof entstehen soll und die Besucher über den Geopark Porphyrland informieren soll. Ingo Neidhardt nannte die Unterstützer und Fans die "ganz große Familie der Dampfbahner". Und die sei gerade durch die gemeinsam gemeisterten Schwierigkeiten gewachsen.

Aus der Oschatzer Allgemeinen Zeitung vom 18.09.2015

Brechlin, Jana

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