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Oschatz Kompromiss zu umstrittenem Heideradcup rund um Dahlen
Region Oschatz Kompromiss zu umstrittenem Heideradcup rund um Dahlen
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16:04 04.04.2018
Einigung zum Heideradcup zwischen Henrik Wahlstadt, Matthias Löwe und Marian Wendt (v.l.). Quelle: Foto: Axel Kaminski
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Dahlen

Unabhängig von Feiern und Festtagen in Dahlen und seinen Stadtteilen – auch angesichts des „Tags der Sachsen“, der stets am ersten Septemberwochenende stattfindet, war der gewohnte Termin für die Radsportveranstaltung nicht zu halten. Voll gesperrte Straße auf den „Einflugschneisen“ nach Torgau zu Sachsens größtem Volksfest sind einfach undenkbar. Jedoch: Die viel gescholtene Vollsperrung in Schmannewitz wird es auch beim Heide-Rad-Cup 2018 geben. Allerdings sind in Dahlen und Ortsteilen am 26. August keine weiteren Großveranstaltungen geplant. Der Blick in den Kalender auf der Internetseite der Stadt Dahlen verrät, dass lediglich die Teilnehmer am 14-tägig stattfindenden Nordic-Walking-Treff an diesem Tag ihre Anfahrt zum Treffpunkt genau planen müssen.

Dahlen wollte Zustimmung verweigern

Als Reaktion auf die Art und Weise der Durchführung des Heide-Rad-Cups im vergangenen Jahr hatte Bürgermeister Matthias Löwe (WHD) angekündigt, die Zustimmung der Stadt zu dieser Veranstaltung zu verweigern. Der hiesige Bundestagsabgeordnete Marian Wendt (CDU), der sich vermittelnd eingeschaltet hatte, sprach rückblickend von „gewissen Aufregungen aus mitunter nachvollziehbaren Gründen“. Er hat an der Sportveranstaltung, die in diesem Jahr zum achten Mal stattfindet, selbst bereits zwei Mal teilgenommen. Es wäre aus seiner Sicht ein großer Verlust gewesen, wenn man keinen Kompromiss gefunden hätte. „Der Heide-Rad-Cup mit seinen knapp 800 Teilnehmern im vergangenen Jahr lenkt viel Aufmerksamkeit auf Nordsachsen und die Dahlener Heide“, unterstrich der Bundestagsabgeordnete.

Brennpunkte wurden entschärft

„Da die Brennpunkte entschärft wurden, würden wir als Stadt uns dem Heide-Rad-Cup nicht verschließen“, betonte Matthias Löwe. Er sei froh, dass das Gespräch miteinander gesucht und gefunden wurde.

Henrik Wahlstadt, Vorsitzender der Sportfreunde Neuseenland, die den Cup ausrichten, schildert bei dieser Gelegenheit, dass Schmannewitz auch 2018 ein Dreh- und Angelpunkt dieser Veranstaltung sei. Alle drei Strecken, die den Teilnehmern angeboten würden, verliefen durch das Heidedorf. Die Radsportler wüssten den landschaftlichen Reiz der Region und das wellige Profil der Strecke zu schätzen. Deshalb kämen sie aus dem gesamten Bundesgebiet zu dieser Veranstaltung.

Kein Rennen für Lizenzfahrer

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren werde es diesmal voraussichtlich kein Rennen für Lizenzfahrer geben. „Das ist ein sehr hoher Aufwand, insbesondere wegen der dazu erforderlichen Kampfrichter“, erläutert Henrik Wahlstadt. Ohnehin benötige man rund 200 Helfer, die die Strecke sichern. Die Streckenposten sollen noch besser geschult werden und Umleitungskarten bekommen, damit sie gestrandeten Autofahrern tatsächlich Auskünfte erteilen können. Die Vollsperrung in Schmannewitz werde sich auf die Zeit von 11 bis 13.30 Uhr konzentrieren.

Gestalt nimmt inzwischen auch ein Projekt an, bei dem Dahlen vom Radsport profitiert. Nach Ansicht der Vorstandsvorsitzenden der Sportfreunde Neuseenland biete die Stadt mit dem Gelände des Motorsportclubs ein Areal, das auch für Mountainbiker interessant sei sowie eine insgesamt gute Infrastruktur. Bereits im November könne man sich eine Veranstaltung dort vorstellen. Für alle, die am Jedermann-Rennen beim Heide-Rad-Cup teilnehmen möchten, bieten die Veranstalter bis Ende April vergünstigte Startgebühren als Anreiz für die zeitige Reservierung eines Startplatzes.

Von Axel Kaminski

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