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Oschatz Krebskranker Sohn gerettet: Vater bedankt sich mit Spendenaktion
Region Oschatz Krebskranker Sohn gerettet: Vater bedankt sich mit Spendenaktion
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16:04 03.12.2014
Michael Auerbach mit Spendengeldern. Es gibt bereits zwei große Pappen mit Unterschriften von Spendern. Der Querbitzscher freut sich über den Zuspruch bei seinen Kollegen. Quelle: Dirk Hunger
Region Oschatz

vON gaBI lIEBEGALL

Dass er sich so ins Zeug legt, hat einen besonderen Grund: Vor drei Jahren wurde bei seinem Sohn Yannik - damals 9 Jahre alt - die Diagnose Krebs gestellt (wir berichteten): Eine Herausforderung für die ganze Familie. Yannik litt an einem sogenannten Lymphom. Das ist eine eher seltene Krebserkrankung (siehe Stichwort).

In dieser Zeit drehte sich alles um den Sohn. Die Eltern nahmen sich eine Auszeit vom Job. Vater Michael und Mutter Diana wichen ihrem kranken Sohn nicht mehr von der Seite. Tochter Maryann ließ sich in dieser Zeit von Oma und Opa in Ablaß verwöhnen.

Heute ist Yannik wieder gesund und die Familie unendlich dankbar. Und trotzdem muss Vater Michael schlucken, wenn er über die Zeit der Krankheit spricht. "Unser Junge hat so viel kompetente Zuwendung erfahren. Das war einfach toll! Jetzt möchte ich etwas davon zurück geben", sagt Michael Auerbach. Es sei ihm nicht schwer gefallen, aus der Idee eine Aktion werden zu lassen.

Dazu braucht der 44-Jährige nicht viel: Einen Schuhkarton, einen Bleistift, zwei Pappen, auf denen mit Namen der Spender stehen und den Segen seiner Betriebsleitung. Den hat er auch ohne weiteres bekommen.

Innerhalb von zwei Tagen haben 160 seiner Kollegen über 600 Euro gespendet. Und dieser Geldbetrag soll noch wachsen. Dafür nutzt der Querbitzscher jede freie Minute, fährt sogar Stunden vor Arbeitsantritt ins Lager nach Hof, um noch mehr Spender zu finden. "Viele Kollegen haben mir schon signalisiert, dass sie sich beteiligen." Auf die OAZ-Frage, ob sich auch die Betriebsleitung beteiligt, konnte Michael Auerbach gestern noch keine Antwort geben.

Zählen kann die Familie aber auf jeden Fall auf die Dorfgemeinschaft von Querbitzsch. "Es gibt zwar nur 75 Einwohner, aber so gut wie jede Familie hat gespendet - insgesamt 260 Euro."

Um den 3. Advent wird die Aktion weiter geführt. "Ich bin mir sicher, dass sich noch viele andere Mitarbeiter anstecken lassen", so Auerbach, der sich über den Zuspruch riesig freut. "Ich bedanke mich jetzt schon bei den Spendern."

Noch im Dezember will sich Michael Auerbach mit Vertretern des Radiosenders treffen und ihnen die bis dahin zusammengekommene Spendensumme übergeben. Und darauf ist er stolz. "Es gibt nichts Schlimmeres als ein schwerkrankes Kind", bringt er es auf den Punkt. Und dabei denkt der Familienvater an jene Kinder, die noch immer um ihr Leben kämpfen müssen.

Dieser Kampf stützt sich auf verschieden Therapien, die viel Geld kosten. "Wichtig ist auch, dass Eltern ermöglicht wird, bei ihren Kindern im Krankenhaus bleiben zu können. Die Kleinen brauchen die Wärme von Mutter und Vater."

© Kommentar

Gabi Liebegall

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