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Kreisfeuerwehrverband wählt neuen Vorstand

Kreisfeuerwehrverband wählt neuen Vorstand

Frank Reichel bleibt Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Torgau-Oschatz. Auf der Sitzung am Sonnabend in Oschatz erhielt er von 120 Delegierten immerhin 116 Ja-Stimmen.

Der alte und neue Vorstand; Revisor Wolfgang Müller, Kassenwart Gerald Keller, Stellvertreter Klaus-Günter Terpe, Vorsitzender Frank Reichel, Stellvertreter Frank Dörschmann (vorn, v.l.) und Revisor Steffen Hoßbach (hinten, 2.v.r.). Es gratulieren Ronald Voigt vom Landesverband (r.), Frank Breitfeld vom Landratsamt, der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar, Ordnungsdezernentin Angelika Stoye sowie Landrat Michael Czupalla (hinten, v.l.).

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Von Jana Brechlin

"Wir sind Mädchen für alles, stehen Tag und Nacht in Bereitschaft und sind auch noch billige Arbeitskräfte", wies Reichel auf Einsätze wie Straßenreinigung oder die Beseitigung von Bäumen hin, wenn nicht Gefahr in Verzug sei. Noch immer gebe es keine einheitliche Lösung zum Feuerwehrführerschein: Hier sollen die einweisenden Kameraden für die Fahrt voll verantwortlich sein - "das können wir keinem ehrenamtlich tätigen Mitglied zumuten", so der alte und neue Vorsitzende.

Der Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes konnte aber auch viele gute Nachrichten verkünden: Gewonnene Wettbewerbe, eine ausgeklügelte Nachwuchsarbeit und viele Kooperationen der Wehren untereinander künden von einer Erfolgsgeschichte. "Wir haben uns zu einem Verband entwickelt, der seinen festen Platz im Landkreis eingenommen hat", sagte Reichel und dankte den Mitgliedern für ihren Einsatz, vergaß aber auch nicht, die Unternehmen zu erwähnen, die als Arbeitgeber Verständnis für das Engagement ihrer Mitarbeiter haben und dies noch finanziell und materiell unterstützen. Auch im Landratsamt Nordsachsen stoße der Verband stets auf offene Ohren. Auf kurzem Wege finde man größtenteils einvernehmliche Lösungen.

Der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) begrüßte die 120 Delegierten in der Rundhalle des O-Parkes und dankte ihnen für ihr Verständnis, schließlich fließen derzeit sämtliche Fördergelder für die Wehren im Landkreis in den Neubau des Oschatzer Gerätehauses. Das sei auch eine Mahnung an den Freistaat: Dieses Geld sei für alle Wehren in Nordsachsen einfach zu wenig - vor allem, wenn man bedenke, wie sehr Aufgaben und Funktionen der Helfer in den vergangenen Jahren gewachsen seien. "Da muss ich an die freundlichen Gesichter denken, die zum Zehnjährigen der Hochwasserkatastrophe alle in die Kameras gelächelt haben: Wenn diese Jungs alle Geld auf den Tisch tun, langt es für alle Wehren", so Kretschmar.

Landrat Michael Czupalla (CDU) dankte den Wehren für ihren Einsatz, den sie als Freiwillige auf gleichem Niveau wie Berufsfeuerwehren erledigten. Das alles geschehe mit einem hohen physischen Einsatz und ziehe zum Teil schwere psychische Belastungen nach sich. Er versicherte, sich weiter für die Wehren einsetzen zu wollen und nannte als Beispiel die Ausbildung: "Wir haben 591 Plätze an der Feuerwehrschule in Nardt beantragt, aber nur knapp die Hälfte bekommen - da bleibt noch etwas zu tun", sagte er. Er sei der Meinung, im Land gebe es genügend Geld dafür: "An der Sicherheit darf nicht gespart werden." Die Helfer könnten sich der Unterstützung des Landratsamtes sicher sein: "Wir brauchen sie mehr als sie uns", sagte Michael Czupalla.

Auch der neue Vorstand wandte sich noch einmal an die Kameraden. Neben Frank Reichel als Vorsitzenden waren auch die Stellvertreter Frank Dörschmann und Klaus-Günter Terpe, Kassenwart Gerald Keller sowie die Revisoren (Prüfer) Wolfgang Müller und Steffen Hoßbach in ihrem Ämtern bestätigt worden - jeweils mit deutlich mehr als 100 Stimmen. "Dass zeigt, dass ihr uns den Rücken stärkt", bedankte sich Reichel für das Vertrauen.

Der Verband in Zahlen

Zum Kreisfeuerwehrverband gehören

Gemeinden mit

freiwilligen Feuerwehren. Darin sind

Mitglieder ehrenamtlich tätig. Aktiv für Einsätze stehen

Kameraden zur Verfügung. Außerdem sind

Frauen in den Wehren organisiert.

 

Derzeit werden

Jugendlichen in

Jugendfeuerwehren an die aktive Arbeit herangeführt. Die Allerjüngsten ab drei Jahre treffen sich in verschiedenen Mini-Feuerwehren.

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