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Oschatz Kreisverband Torgau-Oschatz unterstützt Forderungen an Landesregierung
Region Oschatz Kreisverband Torgau-Oschatz unterstützt Forderungen an Landesregierung
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11:42 13.03.2018
ARCHIV - Ein Feuerwehrhelm liegt in Konstanz am Bodensee auf dem Dach eines Feuerwehrfahrzeuges neben dem Blaulicht und dem Martinshorn (Archivfoto vom 14.07.2007). Fehlalarme halten die Feuerwehren in Atem. So war in Südhessen 2007 fast jeder vierte Anruf ein Fehlalarm, im Norden rückten die Feuerwehren jedes sechste Mal wegen eines blinden Alarms aus. Foto: Patrick Seeger dpa/lhe (zu lhe-Umfrage: "Fehlalarme halten Feuerwehren in Atem" vom 16.08.2008) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Featurefoto Feuerwehr Blaulicht Quelle: dpa
Oschatz/Torgau

Sachsens Feuerwehrleute nehmen die Landesregierung in die Pflicht. Und der Kreisfeuerwehrverband Torgau-Oschatz unterstützt die fünf Forderungen der Rettungskräfte.

1. gesetzliche Regelungen im Brand- und Katastrophenschutz: Das Gesetz müsse noch in der jetzigen Legislaturperiode novelliert werden, fordert der Landesfeuerwehrverband und hält gleichzeitig an der Rauchmeldepflicht sowie der Brandschutzerziehung in den Lehrplänen der Schulen im Freistaat Sachsen fest. Am 13. Oktober – zum Tag des Rauchmelders – warben auch die Wehren des Kreisfeuerwehrverbandes Torgau-Oschatz für die Rauchmeldepflicht. „Jedes Jahr machen wir darauf aufmerksam“, sagt der Vorsitzende des KFV Torgau-Oschatz Frank Reichel. Auch die Einführung eines Bildungsurlaubes für Feuerwehrangehörige wird gefordert.

2. Technik und Ausstattung: Innerhalb von fünf Jahren müsse der Aufbau einer modernen technischen Feuerwehr sein mit einer hohen Förderung unterstützt werden, fordert der Landesverband. „Fahrzeugkosten und Baukosten steigen ständig. Daher ist ein Finanzausgleich zur Teuerungsrate zu schaffen“, so der Vorsitzende des KFV Torgau-Oschatz.

3. Aus- und Fortbildung: Die Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule des Landes Sachsen habe eine bedarfsgerechte Ausbildung der Feuerwehren sicher zu stellen. Die Personalstärke an Ausbildern sei schnellstmöglich dem zukünftigen Bedarf anzupassen. „Es ist wichtig, dass abgesichert wird, dass die Kameraden für die Zeit ihrer Ausbildung nicht ihren privaten Urlaub nehmen müssen. Nur etwa einem Drittel der Lehrgänge, die wir beantragen, wird stattgegeben. Gerade jetzt, da wir so dringend Führungskräfte benötigen, ist es umso wichtiger, dass wir zu den Ausbildungen fahren können“, so Reichel.

4. Förderung der Jugendfeuerwehr: „Die Jugendfeuerwehren bilden den Nachwuchs für die aktive Feuerwehr. In den Jugendfeuerwehren werden Grundwerte unserer Gesellschaft und das Demokratieverständnis gefördert“, heißt es vom Landesverband und Frank Reichel ergänzt: „Für jeden Jugendlichen bekommen die Jugendfeuerwehren vom Staatsministerium des Inneren 20 Euro im Jahr. Dies kann für die Jugendarbeit genutzt werden.“ Diese Unterstützung sollte unbedingt beibehalten werden.

5. Anerkennung und Entlastung des Ehrenamtes: Es sei eine höhere finanzielle Anerkennung der Tätigkeit von Feuerwehrangehörigen wie Aufwandsentschädigungen unter anderen durch Mindestsätze und Jubiläumszuwendungen einzuführen. „Wie zum Beispiel die Anerkennung der Angehörigen. Zudem kämpfen wir dafür, dass es nicht nur eine Aufwandsentschädigung für zehnjährigen (100 Euro), 25-jährigen (200 Euro) und 40-jährigen (300) aktiven Dienst gibt, sondern auch eine Aufwandsentschädigung für 50 Jahre, da ja auch das Rentenalter erhöht wurde, sowie für die Einführung einer bundesweit öffentlich geförderten Zusatzrente für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren“, sagt Frank Reichel.

Im aktiven Dienst in Sachsen gibt es 46 508 Kameraden, davon 2222 in Torgau-Oschatz. In den 1763 Feuerwehren im Freistaat sind 59715 Mitglieder, davon 41966 aktive Mitglieder, organisiert, im Kreisfeuerwehrverband Torgau-Oschatz sind in 90 Feuerwehren 3312 Mitglieder, davon 2222 aktive, Mitglieder.

Von Kristin Engel

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