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Kriegerdenkmal in Borna soll auf Vordermann gebracht werden

Heimatgeschichte Kriegerdenkmal in Borna soll auf Vordermann gebracht werden

Am Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem Friedhof in Borna nagt der Zahn der Zeit. Die Namen sind kaum noch lesbar und der Stahlhelm auf der Stele ist verschlissen. Ingrid Drexler, Bernd Hennig und Manfred Kretzschmar haben deshalb die Initiative ergriffen und einen Spendenaufruf zwecks Sanierung gestartet.

Ingrid Drexler, Bernd Hennig und Manfred Kretzschmar (von links) haben die Initiative ergriffen, um das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges auf dem Friedhof in Borna wieder auf Vordermann bringen zu lassen.

Quelle: Heinz Großnick

Borna. Am Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem Kirchhof in Borna nagt der Zahn der Zeit. Namenszüge sind kaum noch zu lesen, der Stahlhelm auf der Stele ist verwittert, der Zustand entspricht nicht mehr dem Anspruch, die Gefallenen würdig zu ehren. Das stört Ingrid Drexler, die in unmittelbarer Nähe des Kirchhofes wohnt. Die 68-Jährige hat deshalb eine Initiative ins Leben gerufen, um das Denkmal wieder auf Vordermann zu bringen. Dafür hat sie auch Manfred Kretzschmar, der ebenfalls in Borna wohnt, und Bernd Hennig aus Laas als Mitstreiter gewinnen können. Alle drei wollen damit ein gutes Werk für ihren Ort tun und ein Stück Heimat erhalten.

Spendenaufruf gestartet

Ein Spendenaufruf wurde gestartet, um das nötige Geld für die Instandsetzung der im Jahr 1921 errichteten und unter Denkmalschutz stehenden Erinnerungsstätte zusammenzubekommen. Denn auch damals konnte es nur dank Geldspenden der Bevölkerung errichtet werden. „Warum soll im Jahr 2017 nicht das gelingen, was die Bürger 1921 unter erheblich mehr Entbehrungen vollbrachten“, ist sich das Trio einig. Ein Projekt ist bereits erarbeitet und mit dem Denkmalschutzamt des Landratsamtes Nordsachsen abgestimmt. Die Sparkassenstiftung stellte für die Sanierung 2000 Euro zur Verfügung und zu verschiedenen Anlässen wurden ebenfalls Spenden gesammelt. „Ich habe mir die Namen der Gefallenen am Denkmal angesehen und recherchiert, ob es noch Nachfahren gibt“, sagt Ingrid Drexler. Das sei ihr zum Teil gelungen und bei ihnen habe es eine große Bereitschaft zur Spende gegeben, wie auch von nicht betroffenen Familien. Allerdings konnten nicht mehr viele Nachfahren der aus den Orten Borna, Bornitz, Wadewitz und Schönnewitz stammenden 41 Soldaten ermittelt werden. Zu Rate wurde auch das Kirchenregister gezogen, um zu ermitteln, wer wo gefallen ist. „Viele davon in Frankreich“, weiß Drexler.

Zusätzlich Gedenktafel für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges

Zur Ausführung der fachlichen Arbeiten habe sich der Natursteinbetrieb Haase in Riesa bereit erklärt. Das dann restaurierte Denkmal soll nach dem Willen der Initiatoren und der Kirchgemeinde zusätzlich eine Gedenktafel für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges erhalten. Ziel sei es, die Einweihung zum Volkstrauertag am 19. November vornehmen zu können.

Um die Gesamtkosten von etwa 4000 Euro aufzubringen, sind weitere Spenden nötig. Bisher kamen 600 Euro zusammen. „Die Firma möchte im August mit den Arbeiten beginnen“, weiß Hennig.

„Ich finde es gut, dass der Anstoß aus der Bürgerschaft kommt, sich des Denkmals anzunehmen. Es ist ein gutes Zeichen, wenn das Gedenken an die Gefallenen wach gehalten wird“, sagt der Bornaer Pfarrer Jochen Kinder. Die Kirchgemeinde unterstütze das Vorhaben gern und denke außerdem darüber nach, eine Broschüre mit der Auflistung der Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges sowie einem kleinen historischen Rückblick auf die Errichtung des Denkmals herauszubringen.

Weitere Spenden zur Sanierung des Denkmals sind erwünscht, um es pünktlich zum Volkstrauertag weihen zu können.

Spendenkonto: KFS Grimma, DE14350601901670409011, Verwendungszweck: RT2583 Spende

Von Heinz Großnick

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