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Oschatz Kritik am Wegenetz der Region: Radfahrer stehen hier auf dem Schlauch
Region Oschatz Kritik am Wegenetz der Region: Radfahrer stehen hier auf dem Schlauch
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16:35 20.11.2014
Dichter Verkehr und kein Radweg: Die Oschatzer Bahnhofstraße ist für Maxemilian Saack, Nico Weidemann und Lian Wohllebe (v. l.) ein gefährliches Pflaster. Quelle: Dirk Hunger
Oschatz

Von CHRISTIAN KUNZE

Danach muss man sich geeignete Trassen suchen", so der 26-Jährige, der seit Ende 2013 in der Bundeshauptstadt arbeitet. Zwar gebe es Möglichkeiten, über Belgern, Strehla und Mannschatz per Drahtesel nach Oschatz zu kommen. "Diese Wege sind jedoch, genau wie die meisten anderen Radwege der Region, nicht besonders attraktiv und für touristische Zwecke nicht geeignet", bemängelt er. Ackermann hat die Internetseite www.mein-Radweg.de aus der Taufe gehoben. Diese befindet sich derzeit allerdings noch im Aufbau.

Zudem verweist der Ex-Oschatzer auf den Fahrradklima-Test des Vereins Allgemeiner Deutschen Fahrradclubs (ADFC). Radfahrer können dort ihre Meinung zum Fahrradklima äußern. Die vom Bundesverkehrsministerium unterstützte Internetumfrage widmet sich der Zufriedenheit mit der Verkehrssituation bei Radfahrern. Anhand von 27 Fragen kann jeder seine Heimatstadt auf einer Skala von eins bis sechs bewerten. Damit die Daten ausgewertet werden, müssen mindestens 50 Menschen pro Stadt teilnehmen. Bisher haben das in Oschatz nur drei getan (Stand 18. November). Die Aktion endet am 30. November. Ackermann, selbst ADFC-Mitglied, ruft Radfahrer auf, sich zu beteiligen, um auf Missstände hinzuweisen.

Um den Radverkehr in Sachsen zu fördern, traf sich ebenfalls am 18. November die Landesarbeitsgemeinschaft Radverkehr der Landesregierung. "Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs zu stärken, Radwege auszubauen und die Sicherheit zu erhöhen", informiert Sachsens neuer Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Laut Koalitionsvertrag soll unter Schwarz-Rot mehr Geld bereit gestellt werden, um den Radverkehr zu stärken. Eine bessere Verknüpfung mit dem öffentlichen Personennahverkehr und die Unterstützung von Modellprojekten sind geplant.

Auch Uta Schmidt vom Oschatzer Büro der Grünen wirbt für den Radklima-Atlas: "Damit haben wir die Möglichkeit, die Radverkehrs-situation detailliert zu bewerten. Jeder kennt Ecken, in denen Sicherheit, zügiges Vorankommen und Komfort eingeschränkt sind, auch wenn beim Straßenbau Radfahrer berücksichtigt wurden."

Ausgewertet wird die Befragung laut ADFC im Frühjahr 2015. "Neben Investitionen in Fahrradinfrastruktur oder Sicherheitsdaten ist die Zufriedenheit der Nutzer ein zentrales Kriterium für Erfolg oder Misserfolg einer innovativen Radverkehrsstrategie. Die Ergebnisse der städtischen Verkehrsplanung zu beleuchten und über das Befinden der Radfahrer Bescheid zu wissen, ist Ziel des ADFC-Fahrradklima-Tests", heißt der Webseite des Clubs. © Kommentar

Christian Kunze

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