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Oschatz Kritik aus der Region Oschatz an Leitstelle Leipzig reißt nicht ab
Region Oschatz Kritik aus der Region Oschatz an Leitstelle Leipzig reißt nicht ab
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14:06 12.01.2018
Im Notfall muss die Alarmierung klappen, fordern Bürgermeister und Rettungskräfte der Region. Quelle: Andreas Döring
Cavertitz/Wermsdorf/Malkwitz

Es bleibt ein Ärgernis: Die Alarmierung der Feuerwehren sorgt weiter für Diskussionsstoff. Das wurde vor allem bei der Auswertung der Einsätze wegen des Sturmes „Herwart“ Ende Oktober deutlich. Weil an diesem Sonntag viele Notrufe innerhalb kurzer Zeit eingingen, habe die Leitstelle dann die Koordinierung eingestellt und den Akteuren vor Ort überlassen. „Es kann doch nicht sein, dass mir dann gesagt wird ’klopfen sie mal am Feuerwehrgerätehaus und schauen, ob jemand da ist’“, beschrieb Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller (CDU) zur Jahreshauptversammlung der Malkwitzer Feuerwehr die Situation. Ähnliches hat auch Christiane Gürth (parteilos), Bürgermeisterin von Cavertitz, erlebt: „Es hieß an dem Tag plötzlich, dass sich die Feuerwehren selber organisieren sollen.“ Das habe auch geklappt, schließlich hätten die Wehren der Gemeinde nicht nur bei zwei großen Hochwasserkatastrophen bewiesen, dass sie gut und schnell zusammenarbeiten können.

Unverständnis für Landfunkstellen

Damit die Koordination im Notfall künftig besser klappt, sollen im ländlichen Raum Landfunkstellen eingerichtet werden (wir berichteten). „Das stößt bei mir auf ganz großes Unverständnis“, sagte Christiane Gürth. Völlig offen sei noch, wie und von wem der Einsatz dort bezahlt werde. „Unsere Führungskräfte arbeiten ehrenamtlich“, unterstrich sie und fordert, in der Leitstelle personell nachzubessern, damit auch bei einer Häufung von Notrufen der Ablauf gewährleistet ist.

Kreisfeuerwehrverband sucht Gespräch

„Wir reden seit anderthalb Jahren über die Leitstelle, und ich habe überhaupt kein Verständnis, dass es immer noch Probleme gibt“, meinte Matthias Müller. Der Landkreis bezahle immerhin viel Geld für die Zentrale in Leipzig, da könne man auch eine gute Leistung erwarten. Er sei gegen die Einrichtung der Landfunkstellen – vor allem, wenn die Kosten für den Betrieb bei den Kommunen bleiben. „Ziel muss doch sein, dass die Leitstelle in Leipzig funktioniert.“ Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Torgau-Oschatz Frank Reichel nannte die Situation unbefriedigend. Mit Wehrleitern, Kreisbrandmeister und Kommunen dringe man auf eine Lösung und habe auch schon das Gespräch mit den Verantwortlichen gesucht. „Wir lassen da nicht locker, aber es muss wirklich etwas passieren“, drängte Reichel.

Von Jana Brechlin

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