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Oschatz Künftige Fischkönigin war bisher Helferin beim Horstseefischen
Region Oschatz Künftige Fischkönigin war bisher Helferin beim Horstseefischen
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15:18 13.06.2017
Die bisherige Königin Sarah Appenfelder (r.) und ihre Nachfolgerin Lisa Keil mit den Juroren Georg Stähler, Gunter Ermisch und Matthias Müller (hinten, v.l.). Quelle: Foto: Jana Brechlin
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Wermsdorf

Die Wahl der künftigen Fischkönigin (wir berichteten) ging in diesem Jahr schneller über die Bühne als gewohnt. Das lag vor allem daran, dass es keine Wahl gab: Die 18-jährige Lisa Keil aus Wurzen war die einzige Kandidatin, die sich letztlich der Jury vorstellte. Konkurrentinnen musste die junge Frau zum Bewerbungsgespräch in Wermsdorf nicht übertrumpfen, dennoch war sie vor dem Termin nervös. „Ich hoffe, ich kann mich gut präsentieren“, sagte sie im Alten Jagdschloss.

Ursprünglich hatten drei Interessentinnen Unterlagen für die Wahl angefordert, zwei von ihnen sagten kurz zuvor jedoch ab. Lisa Keil musste deshalb keinen Wissenstest absolvieren, sondern konnte sich auf ihre Präsentation und die Fragen der Juroren aus dem Landesfischereiverband und der Gemeinde Wermsdorf konzentrieren.

Feuer gefangen für das Amt an meist kühlen Teichen hat die 18-Jährige im vorigen Herbst. „Da habe ich selber beim Horstseefischen mitgeholfen“, blickte sie zurück. Dabei habe sie viel Spaß gehabt und schon vieles über die Fischerei erfahren. „Ich weiß, dass ich noch vieles lernen muss, damit ich alle Fragen immer gut beantworten kann, aber ich freue mich darauf“, erklärte sie selbstbewusst.

Derzeit beendet die Wurzenerin eine Ausbildung zur Sozialassistentin und lernt ab Juli dann Erzieherin in Eilenburg. In ihrer Freizeit ist sie vor allem gerne an der frischen Luft und mit dem Fahrrad oder auf Inlinern unterwegs. „Im Urlaub gehe ich aber auch gerne in Museen oder schau mir alte Kirchen an“, verriet sie. Dass ihr liebstes Fischgericht die Wermsdorfer Fischsuppe ist, kam bei den Juroren ebenso gut an wie die Tatsache, dass die künftige Hoheit die Zubereitung von Karpfen blau erklären konnte. „Das hat meine Mutti schon oft gemacht und ich habe ihr dabei zugesehen.“

Lisa Keil wird im September zur Eröffnung der Karpfensaison die amtierende Fischkönigin Sarah Appenfelder ablösen. Vor allem im Herbst und Winter häufen sich die Termine bei Abfischfesten und auf Messen wie der Grünen Woche in Berlin. „Ich finde es immer faszinierend, wie sehr die Fischkönigin dabei in den Fokus rückt und alle Fotos wollen“, sagte der Wermsdorfer Bürgermeister Matthias Müller. Angela Stähler von der Teichwirtschaft Wermsdorf sicherte der Anwärterin Unterstützung zu: „Wir stehen bei Fragen zur Verfügung und helfen Dir, Dich ins Thema einzuarbeiten.“ Beim Landesfischereiverband verspricht man sich durch die Majestät auf Zeit vor allem Aufmerksamkeit für die Produkte aus sächsischen Teichen. „Jeder dritte Karpfen, der in Deutschland verkauft wird, kommt aus Sachsen – das weiß nur kaum einer“, verdeutlichte Gunter Ermisch vom Präsidium.

Von Jana Brechlin

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