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Oschatz Kulturscheune in Borna jetzt in Schmuckkästchen für alle
Region Oschatz Kulturscheune in Borna jetzt in Schmuckkästchen für alle
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16:52 26.05.2013

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Gute Nachrichten, im englischen "Good News" gab es am Sonnabend und Sonntag gleich in doppelter Hinsicht für das Kirchspiel Liebschützberg: Zum einen spielte die Zwei-Mann-Band "Good News Blues" und setzte damit einen ersten kulturellen Höhepunkt in der umgebauten Pfarrscheune. Die zweite gute Nachricht verkündete Pfarrer Dr. Jochen Kinder im Festgottesdienst zur Eröffnung am Sonntagvormittag: Das Projekt steht finanziell auf sicheren Füßen, zudem konnte mit den zur Verfügung stehenden Mitteln mehr umgesetzt werden als anfangs geplant.

Ein mannshohes Kreuz aus Holz ziert die Wand hinter der Bühne. Gefertigt aus ehemaligen Balken der alten Scheune, ist es Symbol für die Gegenwart Gottes in der Pfarrscheune. Darunter versammelten sich am Sonntagnachmittag hunderte Gäste aus der Kirche, aus Politik und Gesellschaft.

Der Superintendent des Kirchenbezirks Leisnig-Oschatz sieht die Pfarrscheune Borna als "Haus der Hoffnung". In seiner Predigt erinnerte er an den Ursprung der Scheune als Ort, an dem Nahrung für Vieh gelagert wurde. Heute nun ist die Scheune ein Ort, an dem der Mensch seinen Geist nähren soll. "Wir leben unter Bedingungen, die wir nicht selbst geschaffen haben. Aber in Borna ist es gelungen, die Bedingungen zu verändern und zu verbessern", so Liebers weiter.

Jörg Schmidt, Leiter des Posaunenchores, Gemeinderat und Mitglied im Ausschuss "Kulturscheune", sieht das neue Veranstaltungszentrum als ein "Schmuckkästchen", bei dem es vor allem auf den Inhalt ankäme, und das diejenigen, die es haben, zu schätzen wissen, was sie darin finden werden.

Der Bornaer Pfarrer Jochen Kinder erinnerte an die Geschichte des Hauses, das für insgesamt 506000 Euro aufwendig umgebaut wurde. Schon in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es Bestrebungen, in Borna einen Gemeindesaal im Pfarrhof zu errichten, was jedoch an den politischen Rahmenbedingungen scheiterte. Federführend war damals Pfarrer Hermann Kühn. Ihm zu Ehren trägt die Scheune seit gestern den offiziellen Namen "Gemeindehaus Hermann Kühn". Diese Entscheidung, so Kinder, wüsste nicht nur die Tochter des ehemaligen Pfarrers zu würdigen, die gestern zu Gast in Borna war, sondern auch viele ältere Bürger, die Kühns Wirken noch in guter Erinnerung haben dürften.

Die Umbauarbeiten erledigten überwiegend Firmen aus der Gemeinde Liebschützberg. Die Kommune unterstützte das Vorhaben mit 20000 Euro. Das Kirchspiel steuerte Eigenmittel, Eigenleistungen und Spenden in Höhe von 101000 Euro zu, die Landeskirche stiftete 185000 Euro. Den größten Anteil förderte die Europäische Union aus dem Fond zur integrierten ländlichen Entwicklung (Ile). Die nächste Veranstaltung in der Reihe "Kulturscheune Borna" findet am 22. Juni statt. Dann führen Mitglieder der Kirchgemeinde ab 17 Uhr das Musical "Ein Platz im Himmel" auf. © Kommentar

Christian Kunze

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