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Oschatz Kunststoffhauben schützen Störche und Milane
Region Oschatz Kunststoffhauben schützen Störche und Milane
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16:39 02.01.2013
Ein Mitarbeiter der Mitnetz Strom installiert eine der Kunststoffhauben am Freileitungsnetz. Damit sollen Großvögel geschützt werden. Quelle: Mitnetz Strom

(FH). Wenn die Störche im Frühling zurückkommen, werden sie auch in der Region Oschatz sicherer landen können. Das Tochter- unternehmen Mitnetz Strom des Energieversorgers EnviaM hat im Landkreis Nordsachsen rund 1,4 Millionen Euro in Technik am Mittelspannungsnetz investiert, die für mehr Sicherheit von Adebar & Co. sorgt.

Der EnviaM-Netzbetreiber setzt damit flächendeckend die Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes um. Alle Maßnahmen sind fristgerecht bis zum Ende des vergangenen Jahres abgeschlossen worden, teilte das Unternehmen mit. "Wenn sich große Vögel auf einem Strommast niederlassen, laufen sie an Freileitungen Gefahr, mit ihren Flügeln eine Verbindung zwischen den Leiterseilen herzustellen und einen Stromschlag zu erleiden. Das betrifft zum Beispiel Störche und Milane, deren Flügel eine große Spannbreite aufweisen", so Dr. Adolf Schweer, technischer Geschäftsführer der Mitnetz Strom.

Im Landkreis Nordsachsen wurden seit 2008 insgesamt rund 3400 Masten mit schützender Technik ausgerüstet. In den meisten Fällen wurden dabei die Stromleitungen in der Nähe des Mastes mit einer isolierenden Kunststoffhaube abgedeckt, so dass sich die Vögel gefahrlos auf dem Mast niederlassen können. Die gleiche Technik wurde bei rund 80 Turmstationen (Trafostation) eingesetzt, in denen die Freileitungen des Mittelspannungsnetzes enden.

Eine weitere Maßnahme zum Vogelschutz ist die Verkabelung von Leitungen. Seit 2008 wurden in Nordsachsen rund 130 Kilometer Freileitung unter die Erde gebracht, wodurch ungefähr 1300 Masten entfallen.

Im gesamten EnviaM-Netzgebiet, das sich über Teile von Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erstreckt, wurden in den vergangenen fünf Jahren knapp 49 000 Masten und rund 1400 Turmstationen umgerüstet sowie mehr als 1800 Kilometer Mittelspannungsfreileitung verkabelt. Das Unternehmen investierte dafür rund 20,6 Millionen Euro.

"Bei allen Maßnahmen arbeiten wir mit Naturschutzverbänden und Umweltbehörden Hand in Hand. Das betrifft nicht nur die Nachrüstungen zum Vogelschutz am Mittelspannungsnetz. Auch zu regulären Vorhaben beim Netzausbau stimmen wir uns regelmäßig mit den Verbänden und Behörden ab", so Schweer weiter.

Darüber hinaus setze sich Mitnetz Strom aktiv für den Vogelschutz ein. So errichtet das Unternehmen Brut- und Nisthilfen für Falken, Fischadler und Störche. Zudem werden Turmstationen, die außer Betrieb sind, an Naturschutzorganisationen verkauft und die Einrichtung von "Vogelhotels" für Eulen, Fledermäuse, Mauersegler oder Mehlschwalben ermöglicht. Die Betreiber von Stromnetzen waren verpflichtet, Gefährdungen für Großvögel durch Nachrüstung, Rückbau oder Ersatzmaßnahmen bis Ende 2012 abzustellen.

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