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Oschatz Kursprogramm im Oschatzer E-Werk
Region Oschatz Kursprogramm im Oschatzer E-Werk
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06:00 25.07.2016
Bärbel Hübler zeigt, wie mit Hilfe von Rhabarberblättern und Beton Schalen werden. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
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Oschatz

Die Sommerhitze ist drückend im Garten des Jugend-, Kultur- und Umweltzentrums E-Werk Oschatz. Seit Mai wächst die kleine grüne Oase Stück für Stück, und es wird wohl noch einige Zeit brauchen, bis Projektleiterin Beate Hübler alle Ideen mit vielen ehrenamtlichen Helfern umgesetzt hat.

„Einmal im Monat bieten wir etwas Kreatives in unserem Garten an“, erklärt die Projektleiterin. Diesmal soll an einem Beispiel gezeigt und später selbst ausprobiert werden, dass mit wenig Material, Hilfsmitteln, mit Kreativität und etwas Zeit Pflanzschalen oder Vogeltränken aus Beton hergestellt werden können. „Ich habe es selbst ausprobiert. Es geht wirklich einfach und schnell“, ermutigt Beate Hübler die letzten Skeptiker in der Runde. In einem derzeit leerstehenden Schuppen haben Sebastian Burk und Thomas Konopka bereits Folien ausgelegt und einen Sack Fertigbeton bereitgestellt. In einem Eimer steht auch schon das Wasser. An vieles andere haben die Helfer ebenso gedacht: Ein Rührer zum Anrühren des Betons, Maurerkellen, Arbeitshandschuhe, Zahnstocher.

„Wir brauchen noch Rhabarberblätter“, erklärt die Chefin. Zum Glück wurden die Pflanzen beim letzten Schnitt nicht komplett abgeerntet. So findet jeder im Garten ein großes Blatt. Noch ehe der Beton angerührt wird, wird aus Erde und Sand ein kleiner halbrunder Hügel geschüttet und gut festgedrückt. Darauf wird dann das Blatt gelegt und mit Zahnstochern befestigt. Die markanten Blattadern zeigen dabei nach oben. „Das Blatt muss eingeölt werden. So löst es sich dann später vom getrockneten Beton, wenn die Schale fertig ist“, erläutert die Workshop-Leiterin. Unterdessen haben die beiden Helfer den Mörtel angerührt. Nach wenigen Minuten kann er zum Formen der Gefäße verwendet und auf die nach oben gerichtete Seite der Blätter aufgeschichtet werden. Immer wieder wird alles gut festgeklopft.

Nancy Silbermann (35) macht sich ans Werk. „Ich hätte es mir schwieriger vorgestellt“, sagt die junge Frau. Neben ihr stellt sich die achtjährige Angelina Beltran nicht minder geschickt an, ihre erste Vogeltränke zu gestalten. Die soll ein Geschenk für die Freundin ihrer Mutter werden. „Das wird ein Dankeschön von ihr für den gemeinsamen Urlaub“, erklärt der Papa, der seiner Tochter zuschaut und dabei auch manchem Gedanken an seine eigenen regelmäßigen Besuche im E-Werk als Jugendlicher nachhängt. „Ich finde es gut, wenn es hier solche Angebote gibt“, ergänzt er. Auch Glowan (15) und Gowan (14) sind emsig am Werkeln, ab und an hilft ihnen Beate Hübler. Die beiden Flüchtlingsjungen kommen regelmäßig ins E-Werk, und es gibt kaum etwas, was sie nicht ausprobieren. So kennen sie die Workshopleiterin beispielsweise schon vom gemeinsamen Gärtnern. Als alle Schalen und Tränken gestaltet sind, bekommt manche noch einen Fuß aus Beton geformt.

„Es braucht schon zwei Tage, bis die geschaffenen Betonarbeiten ausgetrocknet sind. Erst dann sollten sie abgenommen werden, damit die Mühen nicht umsonst waren“, erklärt Beate Hübler. So werden sich die Workshopteilnehmer noch in Geduld üben müssen. Damit sie jedoch eine Vorstellung bekommen, wie ihre Vogeltränke oder Pflanzschale später aussieht, geht es zur Kräuterschnecke im Garten. Dort steht bereits eine von der Projektleiterin angefertigte Tränke.

Von Bärbel Schumann

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