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Oschatz Kurze Saison für Musherin Anne Kischio aus Wermsdorf
Region Oschatz Kurze Saison für Musherin Anne Kischio aus Wermsdorf
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00:18 05.03.2017
Nach zwei Rennen auf Schnee ist für Anne Kischio und ihre Huskies die Saison vorbei. Nach einigen Problemen mit einem nicht so erfahrenen Leithund im ersten Lauf beim Rennen in Nassau konnte sich die Wermsdorferin im zweiten Durchgang noch auf den fünften Platz vorarbeiten. Quelle: Jan Biller
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Wermsdorf

Trotzdem es in diesem Winter selbst in den Flachlagen relativ lange Schnee gab, behält dieser Wintersport im Tiefland einen Hauch von Exotik. Für Langlauf rund um den Collm liegen die Hürden auch nicht so hoch wie für Hundeschlittenfahrten im Wermsdorfer Wald. „Unsere Trainingsstrecke war nur teilweise nutzbar“, erläutert Gespannführerin Anne Kischio.

Da sie mit ihren Hunden oft nur fünf statt der gewohnten und in dieser Jahreszeit erforderlichen zwölf Kilometer laufen konnte, war deren Trainingszustand beim ersten Wettkampf auf Schnee nicht besonders gut. Zwei Wochen habe sie ganz mit dem Training aussetzen müssen, da sich bei Tauwetter Eisplatten auf der Strecke gebildet hatten – zu gefährlich für Mensch und Tier.

Am zweiten Februar-Wochenende reiste Anne Kischio mit den Huskies nach Nassau. „Ich hatte am ersten Wettkampftag ein jüngeres Tier als Leithund für das Sechsergespann eingesetzt. Wir standen dann einige Zeit auf dem Feld, weil er in eine andere Richtung wollte als ich“, erzählt die 25-Jährige. Am zweiten Tag habe es keine Probleme gegeben. Ergebnis: eine zehn Minuten kürzere Fahrzeit als am Tag zuvor.

Fünfter Platz beim Rennen in Nassau

In der Addition beider Läufe ergibt das einen fünften Platz, mit dem die Wermsdorferin durchaus zufrieden ist. Beim Vierergespann, mit dem sie ebenfalls an den Start ging, reichte es nur für den siebten und damit vorletzten Platz. Das sei kein Problem, gehe es dabei doch vor allem darum, möglichst vielen Hunden die Chance auf einen Start zu geben – den besten allerdings im großen Gespann. Angetan zeigte sich Anne Kischio von der Vorbereitung und Durchführung des Rennens: „In Nassau war alles top organisiert.“

Der Wettkampf eine Woche später in Hammerbrücke sei allerdings nur „geradeso noch durchführbar“ gewesen. Das habe nicht an den Organisatoren, sondern an den schwierigen Wetterbedingungen gelegen. „Als wir am Freitag angereist sind, regnete es. Deshalb war der Schnee am Sonnabend sehr schwer“, erläutert Anne Kischio die Probleme. An diesem Tag gab es ein Problem beim Überholen. Das überholte Gespann verhedderte sich in den Seilen von Anne Kischios Hunden. Das kostete Zeit. Außerdem wurde Leithund Yuma zum Schluss hin deutlich langsamer als das zu erwarten gewesen wäre. Anne Kischio vermutete zunächst, dass er im schweren Schnee eingebrochen sei und sich dabei eine Verletzung zugezogen habe. Diese Befürchtungen waren unbegründet. „Vermutlich hatte er beim Schlecken im Schnee eine Tannennadel mit erwischt und deshalb Probleme“, erläutert Anne Kischio.

Mit frischem Leithund flott unterwegs

Am nächsten Tag habe das Motto also „Jugend voran“ gelautet. Mit frischem Leithund und insgesamt nur fünf Hunden sei sie flott unterwegs gewesen. „Ich habe versucht, den sechsten Hund zu ersetzen und habe bei den Anstiegen viel mitgearbeitet“, erzählt Anne Kischio. Lohn der Arbeit waren ein acht Minuten schnellerer Lauf als am Vortag und der zweite Platz in der Summe der beiden Wertungsläufe.

Mit dem Vierergespann erreichte Anne Kischio in Hammerbrücke Rang 4 im Feld der neun Teilnehmer in dieser Klasse. An diesem Rennwochenende war auch die Wermsdorfer Züchterin und Trainerin Petra Bäurich mit ihren „Happy dogs“-Gespann, bei dem alle Hunde älter als acht Jahre sind – am Start. In der Kategorie „C1 Happy Dog“ (maximal vier Hunde) belegte sie dort den zweiten Platz.

Das Wettkampfgeschehen in den Mittelgebirgen ist inzwischen schon vorbei. Alle noch ausstehenden Termine wurden aufgrund der Wetterbedingungen abgesagt. Anne Kischio, die sich mehr auf das Studium konzentriert und deshalb auf Starts in den Alpen verzichtet, beendet damit die Saison.

Von Axel Kaminski

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