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Oschatz Kurzer Gewitterguss setzt Straßen und Höfe in Luppa unter Wasser
Region Oschatz Kurzer Gewitterguss setzt Straßen und Höfe in Luppa unter Wasser
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13:56 31.05.2018
Beim Gewitterguss am Mittwochabend musste die Luppaer Feuerwehr ausrücken, als das Wasser vom angrenzenden Feld ins Oberdorf lief. Quelle: Foto: Feuerwehr Luppa
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Luppa

Wer am Mittwochabend auf Regen gehofft hatte, wurde wieder enttäuscht. Nur vereinzelt fielen ein paar Tropfen. Über Luppa dagegen zog ein Gewitter mit kräftigen Niederschlägen: Innerhalb kurzer Zeit wurden hier bis zu 40 Liter gemessen. Mit diesen Regenmassen war die Kanalisation zeitweilig überfordert, das Wasser lief auf die Straßen und hinzu kam stellenweise noch Schlamm, der von den angrenzenden Feldern in den Ort gespült wurde.

Die freiwillige Feuerwehr wurde das erste Mal gegen 19.40 Uhr alarmiert, weil in der Leipziger Straße Wasser in einen Hausflur lief und erneut um 20.23 Uhr ins Oberdorf gerufen, wo Schlamm auf ein Grundstück geschwemmt wurde. „In beiden Fällen waren die Bewohner schon dabei, Schlimmeres zu verhindern und konnten Schaden abwenden“, sagte Frank Weise, stellvertretender Wehrleiter in Luppa.

Mit Pumpen und Besen gegen das Wasser in Luppa. Quelle: Feuerwehr Luppa

Mehr Arbeit wartete ein paar Häuser weiter auf die Kameraden, wo in kurzer Zeit viel Wasser vom Feld auf die Straße und das angrenzende Grundstück lief. Man habe umgehend die Körbe aus den Einlässen in der Kanalisation entfernt und somit dafür sorgen können, dass das Wasser schneller ablief, berichtete Weise. Anschließend halfen die Luppaer Kameraden – insgesamt waren 14 Feuerwehrleute im Einsatz – den Hof zu reinigen und unternahmen noch Kontrolltouren durch den Ort. Nach rund 90 Minuten konnten die Helfer wieder abrücken. Am Donnerstag gegen 11 Uhr gab es nochmals einen Nachsorge-Einsatz, als es darum ging, einen am Abend zuvor vollgelaufenen Keller zu beräumen.

Feuerwehreinsatz in Luppa nach Gewitter mit Starkregen am 30. Mai 2018 Quelle: Feuerwehr Luppa

Insgesamt, so schätzte der stellvertretende Wehrleiter ein, sei man dieses Mal glimpflich davon gekommen. „Das war ein sehr heftiger Guss, aber zum Glück recht schnell vorbei. Wir hatten in Luppa schon Starkregen mit schlimmeren Folgen“, erinnerte Frank Weise daran, als vor einem Jahr Schlamm über den Bortewitzer Weg in den Ort gespült wurde und in Keller und Garaqen drang. Auch an anderen Stellen des Ortes stand das Wasser auf der Straße und schaffte nur langsam den Weg zurück in die Kanalisation. Damals hatten Feuerwehr, Anwohner und Helfer deutlich länger zu tun, die Spuren zu beseitigen. So musste zum Beispiel ein Radlader ran, um die Schlammmassen abzufahren.

Von Jana Brechlin

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