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LRC Mittelsachsen weiter in der Erfolgsspur

LRC Mittelsachsen weiter in der Erfolgsspur

SHC Meerane 31:22 (13:11). Der LRC Mittelsachsen trat zum Heimspiel gegen den SHC Meerane an, welcher ebenfalls im unteren Drittel der Tabelle der Verbandsliga West wiederzufinden ist.

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Steffen Manig (Nr. 17) setzt zum Torwurf gegen das Team aus Meerane an. Der LRC-Turbo läuft in der zweiten Halbzeit auf vollen Touren zum Sieg.

Quelle: Dirk Hunger

LRC Mittelsachsen. Bevor es zum Start der Partie kam, erhoben sich alle Anwesenden, um mit einer Schweigeminute der Opfer des Busunglücks letzte Woche zu gedenken.

Nach der kurzen Stille in der Halle ging es dann endlich los. Anwurf hatten die Gäste aus Meerane, die auch sofort in ihrem ersten Angriff ein Tor erzielen konnten. Im Gegenangriff konnten die Oschatzer aber zum 1:1 ausgleichen. Trotzdem es ein Duell der Tabellennachbarn war, trat der SHC Meerane zunächst souveräner auf als der LRC Mittelsachsen. Der Gastgeber schien nervös zu sein und kam nur holpernd ins Spiel hinein. Nach sieben gespielten Minuten stand es 4:4 und keines der beiden Teams schien großartige Anstalten zu machen, eine Führung herauszuspielen. Den Döllnitzstädtern fehlte in dieser ersten Phase der Partie die nötige Geduld, ihren Gegner zu Fehlern zu zwingen. Während im Angriff Bälle vertändelt wurden, griff man auch in der Abwehr nicht richtig zu und kassierte Tore aus dem Rückraum. An diesem Tag hatte Torhüter Ronny Anders, der am Donnerstag zuvor zum zweiten Mal Vater geworden war, offensichtlich neue Kraft aus diesem freudigen Ereignis gesammelt und hielt den LRC im Spiel. Nach 17 Minuten und einem Spielstand von 9:9 nahm Trainer Marc Süsse eine Auszeit, um seinen Schützlingen einen neuen Weg zum Erfolg zu weisen. Diese Ansage schien im ersten Moment auch Früchte zu tragen, denn die Oschatzer erzielten sofort das nächste Tor zum 10:9. Doch direkt im darauf folgenden Angriff des Gastgebers verletzte sich Martin Schreiber und musste ausgewechselt werden. Bei einem Stand von 13:11 ging es in die Pause.

Das Trainergespann appellierte nun an die Moral der Spieler, sich vor heimischer Kulisse, die zwar durch das sonnige Wetter diesmal eher lichter war, nicht kampflos aufzugeben. Alle Spieler waren sich einig, dass an diesem Tag noch nichts sicher war und man bis zum Ende um jedes Tor kämpfen müsse.

Nach der Halbzeitpause lief es plötzlich rund beim Gastgeber. Bereits nach Wiederanpfiff erzielte man mittels Tempogegenstößen zwei Tore zur 15:11-Führung. Nun nahm das Spiel immer mehr Gestalt an.

Gäste aus Meerane resignierten

Die Oschatzer spielten einen ruhigen und geduldigen Handball. Mittels ihrer Kombinationen gelang es ihnen, die Meeraner Abwehr förmlich zu demontieren und zum Torerfolg zu kommen. Auch in der Abwehr hatte man nun an Stabilität zugelegt. Die Gäste hatten zunehmend Probleme, Lücken zu finden und probierten, sich mittels Fernwürfen weiter im Spiel zu halten. Doch mit der Zeit verlor diese Variante an Wirksamkeit. Der LRC übernahm nun mehr und mehr die spielbestimmende Rolle. Bei dem Spielstand von 22:18 resignierte der Gegner des LRC Mittelsachsen offenbar und erkannte seine Unterlegenheit an.

Innerhalb von drei Minuten bauten die Oschatzer ihre Führung auf 27:19 aus. Die Halle tobte und kaum einer konnte fassen, was gerade geschehen war. Diese starke Mannschaftsleistung schien den SHC Meerane anscheinend zu verschrecken, denn es gab fast keine Gegenwehr mehr. Der LRC Mittelsachsen konnte dementsprechend ruhig seine Angriffe ausspielen und musste sich keine Sorgen mehr machen, dass ihm diese Punkte noch genommen werden konnten. Nach dem Abpfiff leuchtete der Spielstand von 31:22 auf der Anzeigetafel. Es war wieder einmal eine Partie, in der die Oschatzer erst nach anfänglichen Schwierigkeiten ins Spielgeschehen fanden, dann aber über Kampfgeist und mannschaftliche Geschlossenheit zum Erfolg gelangten.

Auch am kommenden Sonnabend bestreitet der LRC Mittelsachsen ein Heimspiel. Dieses Mal ist der Tabellenzweite zu Gast, die Mannschaft des SV Plauen-Oberlosa 04. Es wird ein hartes Spiel werden, aber trotzdem kann vielleicht eine Sensation vor heimischer Kulisse erreicht werden.

Oschatz: Ronny Anders; Felix Ehrenberg (2), Alexander Staffe (7), Jörg Lehmann (3), Martin Schreiber (4), Robert Werner (7/4), Steffen Manig (2), Stefan Kneifl (3), Max Camen (3).

Max Camen

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