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Oschatz LRC-Team steht im Achtelfinale
Region Oschatz LRC-Team steht im Achtelfinale
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16:02 26.11.2012
LRC-Spieler Michael Schlicke (Nr. 2) setzt sich am Kreis der Dresdener ESV-Mannschaft erfolgreich durch. Mit sechs Treffern kann Schlicke entscheidend zum Weiterkommen seiner Vertretung im Molten-Pokal beitragen. Quelle: Dirk Hunger
Oschatz

Von Max Camen

Von Anfang an zeigten die Oschatzer, dass sie Herr im Hause sind. Mit schnellen Tempogegenstößen konnten sie bereits nach wenigen Minuten eine 3:0-Führung verbuchen, bevor den Gästen aus Dresden der erste Treffer gelang. Das LRC-Team behielt seine Linie weiter bei und stand in der Abwehr sicher. Abgefangene Bälle wurden schnell nach vorn gespielt und konnten im gegnerischen Gehäuse untergebracht werden. Die Angriffe wurden mit Geduld ausgespielt, bis freie Möglichkeiten für einen erfolgreichen Wurf vorhanden waren. Nach 20 Minuten und beim Stand von 12:7 nahm der gegnerische Trainer eine Auszeit. Die Halle tobte bereits jetzt angesichts der klaren und erfolgreichen Spielweise des Gastgebers vor Begeisterung. Doch nach der Auszeit brach der LRC förmlich zusammen. Der Gegner hatte eine taktische Umstellung vorgenommen, und damit kamen die Oschatzer nicht zurecht. Immer mehr wurden nur noch Einzelaktionen gespielt, die nicht den gewünschten Erfolg brachten. Nach weiteren fünf Minuten hatten die Gäste den Anschlusstreffer zum 14:13 geworfen. Die Begegnung wurde jetzt hektischer und aggressiver, so dass das Schiedsrichtergespann eingreifen musste. Es verteilte Zwei-Minuten-Strafen, um die aufkommende Härte zu unterbinden. Leider traf es hauptsächlich die Oschatzer Spieler, die sogar kurz vor dem Halbzeitpfiff nur noch mit vier Mann auf dem Parkett standen. Nach dem 17:17-Ausgleich ertönte die Pausensirene.

Trainer Marc Süsse sprach mahnende Worte zur Mannschaft und forderte dazu auf, neuen Mut zu fassen, um den Fans mehr Kampfgeist zu zeigen. Mit neuem Elan traten die Oschatzer zur zweiten Halbzeit aus der Kabine. Aber auch der Gegner wurde vom Trainer neu aufgebaut. Das ESV-Team trat aggressiver auf, nahm die Zweikämpfe an und bekam allmählich die Kontrolle über das Spiel. In der 33. Minute trafen die Gäste zum 18:19-Führungstreffer. Die LRC-Sieben war davon sichtlich überrascht und stellte das Handballspielen ein. Es klappte nichts mehr. Hatten sich die Spieler durch die Führung in der ersten Halbzeit bereits zu sicher gefühlt, als Sieger vom Parkett zu gehen und nahmen deshalb den Gegner nicht mehr ernst? Das Trainergespann reagierte und nahm nach elf Minuten in Hälfte zwei eine Auszeit. Diesmal hatten die Worte der Trainer offenbar besser gefruchtet. Sofort konnte nach Wiederanpfiff ein Treffer erzielt werden. Auch in den folgenden Angriffen kam mehr Druck von den LRC-Spielern.

Die heimische Kulisse merkte sofort, dass der Siegeswille das Team wieder gepackt hatte und trat als siebenter Mann auf dem Platz auf. Die Fans peitschten förmlich ihre Mannschaft nach vorn, und der Gastgeber kämpfte sich wieder zurück ins Spiel. Mit solch einem Aufbäumen hatten die Dresdener nicht gerechnet. Sie waren sichtlich überfordert. Der LRC holte einen Vier-Tore-Rückstand auf und zwang dem Gegner wieder seine Spielweise auf. Erneut eroberten die Oschatzer Bälle in der Abwehr und konterten den Kontrahenten aus. Acht Minuten vor dem Ende erzielten die Einheimischen den Ausgleich und anschließend die Führung. Die Halle bebte, und die Fans waren entzückt über die zurück gewonnene Führung zum 30:29.

Der LRC-Express war nicht mehr zu stoppen. Bis zum Ende der Partie konnten die Dresdener, die ihre Angriffe schnell abschlossen, um eventuell noch eine Chance auf den Sieg zu haben, nur noch einen Treffer markieren. Im Gegenzug erzielten die Oschatzer immer wieder Tore und setzten sich bis auf 34:29 ab. Zwei Sekunden vor dem Abpfiff gab es den letzten Treffer der Gäste durch einen Siebenmeter zum 34:30-Endstand.

Damit hatte der LRC Mittelsachen den Vergleich zwischen den Verbandsligen West und Ost gewonnen zog in das Achtelfinale des Molten-Pokal ein. Die LRC-Spieler bedanken sich bei den heimischen Fans, die maßgeblich am Erfolg beteiligt waren. Sie sorgten für eine wunderbare Stimmung in der Halle. Der Hexenkessel in der Rosentalsporthalle war wieder einmal zum Brodeln gebracht worden.

Oschatz: Ronny Anders, Robert Manteuffel; Michael Schlicke (6), Felix Ehrenberg (2), Alexander Staffe (3), Max Camen (5), Patrick Illgen (4), Jörg Lehmann (9/5), Martin Schreiber (3), Jan Kneifl (2).

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