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LRC wacht erst in der zweiten Halbzeit auf

LRC wacht erst in der zweiten Halbzeit auf

SG DHfK Leipzig/NHV Delitzsch II - LRC Mittelsachsen 29:25 (16:10). Die erste Mannschaft des LRC trat zum Auswärtsspiel beim Tabellendritten in der Verbandsliga West an.

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Felix Ehrenberg (mit Ball), hier im Heimspiel gegen Leipzig/Delitzsch, markiert sieben Treffer und beweist abermals seine Vollstreckerqualitäten.

Quelle: Dirk Hunger

Dabei fehlten dem LRC Mittelsachsen in den eigenen Reihen verletzungsbedingt einige Spieler. Aus diesem Grund kam den Leipzigern die Favoritenrolle zu.

Die Gastgeber fanden auch den deutlich besseren Start in die Partie. Schnelle dynamische Angriffe überwanden die Oschatzer Abwehr, welche Schwierigkeiten besaß, ins Spiel zu finden. Nur selten konnten die Oschatzer den Gastgeber zu Fehlern zwingen und von diesen auch profitieren. So stand es nach nur sieben Spielminuten bereits 7:3.

Den Döllnitzstädtern fehlten die Ideen, um an der stabil gestellten Abwehr der SG Leipzig/Delitzsch vorbeizukommen. Deshalb wurde versucht, aus der Distanz zu treffen, was aber nur selten gelang und oftmals in Tempogegenstößen des Gegners endete. Beim Stand von 9:4 (11. Minute) nahm das Oschatzer Trainergespann eine Auszeit, um neue taktische Vorgaben zu vermitteln.

Trotzdem gelang es nicht, an das Leistungsniveau des Gegners anzuknüpfen und den Vorsprung spürbar zu vermindern. Im Gegenteil, der Gastgeber war in der Lage eine Sechs-Tore-Führung zum 15:9 herauszuspielen. Doch alle merkten auch, dass der LRC langsam aber sicher versuchte, neu ins Spiel zu finden. Der Wille, mehr zu kämpfen war als Vorsatz für die zweite Halbzeit erkennbar.

So stand als Pausenansage der moralische Aufbauton im Vordergrund. Zu Beginn der zweiten Hälfte war erst einmal keine Änderung in der Spielweise der Oschatzer zu erkennen. Ebenso wie in Halbzeit eins schien es, als ob die LRC-Spieler auch den zweiten Start verschlafen würden. Erst beim Stand von 19:12 erwachten sie aus ihrem physischen Halbschlaf und spielten sich förmlich in einen Rausch. Die Abwehrarbeit stimmte in allen Lagen. Lücken wurden zugeschoben und man half sich gegenseitig aus. Um den Gegner zu Fehlwürfen zu zwingen, ging man aggressiver zu Werke. Die Leipziger stutzten und waren deutlich überrascht von der neu gewonnenen Spielstärke. Nun hatten die SG-Spieler eine deutlich höhere Fehlwurfquote, da sie oftmals aus erheblicher Distanz den Abschluss suchten.

Im Angriff des LRC lief es nun besser. Varianten führten öfter zum Torerfolg und man spielte mit mehr Geduld den eigenen Angriff aus. Plötzlich leuchtete der Spielstand von 19:16 an der Anzeigetafel auf und der Gegner wurde langsam nervös. Damit hatte niemand mehr gerechnet, dass die Döllnitzstädter sich über ihren Kampfgeist zurück ins Spiel bringen würden. Jetzt war es nur noch ein ständiges Auf und Ab. Die Leipziger waren nicht in der Lage, einen neuen Vorsprung herauszuspielen. Auf der anderen Seite gelang es den Oschatzern aber nicht, den Rückstand weiter zu verkürzen. So stand am Ende des Spiels ein 29:25 im Protokoll.

Zusammenfassend kann man feststellen, dass der LRC Mittelsachsen dieses Spiel für sich hätte entscheiden können. Dazu hätten die Aktiven die erste Spielhälfte nicht verschlafen dürfen. Der starken kämpferische Leistung in der zweiten Halbzeit gilt Respekt.

Oschatz: Ronny Anders; Felix Ehrenberg (7), Udo Schieweck, Jörg Lehmann (4/1), Steffen Manig (2), Martin Schreiber (2), Robert Werner (3), Alexander Staffe (6), Tobias Krause.

Max Camen

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