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Oschatz Lampertswalder Verein richtet Parkpavillon wieder her
Region Oschatz Lampertswalder Verein richtet Parkpavillon wieder her
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16:03 06.11.2018
Zimmerermeister Mathias Claus (l.) und Azubi Franjo Philipp auf dem Dach des Pavillons im Schlosspark Lampertswalde bei der Arbeit. Quelle: Christian Kunze
Lampertswalde

Er liegt versteckt im Lampertswalder Schlosspark. Der Pavillon am Rande des Areals wird von den Besuchern aufgrund seiner Lage nicht sofort wahrgenommen. Das möchte der Verein Schätze und Plätze ändern. Seit geraumer Zeit investieren die Ehrenamtlichen Zeit, Geld und Engagement in die Wiederherstellung des zweistöckigen Gebäudes. Es besitzt mit seinem achteckigen Grundriss und der besonderen Dachform echten Seltenheitswert.

Sparkassenstiftung stellte zusätzliches Geld zur Verfügung

Damit das Haus bald wieder in seiner ursprünglichen Form erstrahlen kann, sind nicht nur Auflagen des Denkmalschutzes zu erfüllen, sondern auch reichlich Finanzen aufzubringen. Eine große Hilfe ist dem Verein dabei die Sparkassenstiftung. Diese fördert nicht nur seit Jahren die kulturellen Höhepunkte mit dem Theatre de Luna im Park, sondern stellte jetzt zusätzlich noch einmal 5000 Euro für das Vorhaben Pavillon zur Verfügung. Die kontinuierliche Unterstützung bestärkt Vereinsvorsitzenden Harald Engel und seine Helfer, weiter zu machen – wenn auch in kleinen Schritten. „Wir freuen uns, dass vor dem Winter das Dach fertig werden kann“, sagt er. Die Eindeckung sieht Kleinschiefer vor.

Einwohner bringen sich beim Wiederaufbau ein

Nicht möglich wäre all das ohne die Hilfe der Einwohner. Selbst wenn sie nicht im Verein aktiv sind, so bringen sie sich ein und leisten ihren Beitrag beim Wiederaufbau. Mit der Sanierung des historischen Gebäudes widmen sich die Lampertswalder einer Angelegenheit, die schon der frühere Vereinsvorsitzende Hans-Jürgen Turowski in Angriff genommen hatte. Nachdem dieser sich vor dreieinhalb Jahren das Leben genommen hatte, musste der Verein eine Pause einlegen. Nun geht es weiter, wird die Gestaltung des Pavillons in seinem Sinne fortgesetzt. Später ist dort ebenfalls Raum für Kultur, so hatte Turowski beispielsweise vor, Künstler ihre Werke ausstellen zu lassen. Nun hat sich der Verein vorgenommen, ein Heimatmuseum einzurichten, war von Monika Turowski zu erfahren.

Regionale Handwerker helfen von Anfang an

Ein weiterer, wenn nicht der wichtigste Baustein für die Umsetzung ist für den Verein Schätze und Plätze der Zimmerer Mathias Claus mit seinem Team. „Wir setzen auf regionale Handwerker, von Anfang an“, sagt Engel. Der Betrieb aus dem benachbarten Klötitz (Gemeinde Liebschützberg) hat sich mit der Kon-struktion des Dachstuhls an eine echte Herausforderung gewagt. „So etwas macht man zwei- höchstens drei Mal im Arbeitsleben“, ist der Inhaber überzeugt. Alles an dem Bau sind Maßanfertigungen, das gilt für das Dach ebenso wie für die Fenster, die mehrere unterschiedliche Maße haben, erklärt Claus.

Von Christian Kunze

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