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Oschatz Landkreis strickt soziales Netz
Region Oschatz Landkreis strickt soziales Netz
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17:31 13.12.2012

Von Frank Pfütze

"Der Landkreis Nordsachsen gibt jährlich rund 97 Millionen Euro für Sozialleistungen und Jugendhilfe aus. Die 11,4 Millionen Euro Nettoausgaben sind nur ein Teil des Gesamt-Sozialpaketes", klärt Sirrenberg auf. Der Gesamthaushalt belief sich in Nordsachsen im Vorjahr auf 202 Millionen Euro. Fast die Hälfte davon werden somit für Sozialleistungen ausgegeben. Nordsachsen bringt, bezogen auf die 11,4 Millionen Euro Nettoausgaben, 56 Euro pro Einwohner - der Landkreis zählt etwa 204 000 - auf. In Mittelsachsen sind es mit 44 Euro die geringsten und in der Stadt Leipzig mit 96 Euro die höchsten Ausgaben im Bereich Soziales. In den Städten wohnen erfahrungsgemäß mehr Sozialhilfeempfänger als im ländlichen Raum, dementsprechend höher sind die Ausgaben. Auch Chemnitz (87 Euro) und Dresden (71 Euro) liegen deutlich über den Landkreisen und kreisfreien Städten. In Nordsachsen erhalten aktuell 16 309 Menschen in 12 279 Bedarfsgemeinschaften (einzelne Personen oder ganze Familien, die Hilfe bekommen) Grundsicherungsleistungen. Weitere 5176 Personen bekommen Sozialgeld.

Neben den genannten 11,4 Millionen Euro Sozialhilfe zahlt der Landkreis beispielsweise auch rund 7 Millionen Euro für Kosten der Unterkunft und Heizung für Hartz-IV-Empfänger aus dem eigenen Haushalt zu den 40 Millionen Euro Gesamtkosten dazu. Weitere 16,2 Millionen Euro Umlage muss Nordsachsen jährlich an den kommunalen Sozialverband zahlen. Sirrenberg: "Das Geld erhalten vor allem Einrichtungen der Behindertenhilfe, wie Werkstätten und Wohnheime in Sachsen. Da gilt das Solidarprinzip." Nordsachsen hat vergleichsweise viele Einrichtungen in Delitzsch, Torgau, Eilenburg, Schkeuditz und Oschatz, die aus diesem Topf bedient werden.

Laut Statistik gibt es im Landkreis für den Teil des Sozialgesetzbuches XII eine Kostensenkung um 3,1 Prozent. Das erste Mal seit langer Zeit, wie Sirrenberg sagt: "Wir haben vor allem bei den Erstattungen der Kosten für Krankenkassen eingespart, mussten aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen weniger an die Kassen überweisen. Aufgrund eines Gerichtsurteils haben wir auch 359 000 Euro BAföG-Erstattungen (Bundesausbildungsförderungsgesetz, d. Red.) erhalten. Diese Erstattung war einmalig und wird sich in den nächsten Jahren nicht wiederholen."

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