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Oschatz Landrat hält Döllnitzbahn-Erweiterung bis Wermsdorf für visionäre Idee
Region Oschatz Landrat hält Döllnitzbahn-Erweiterung bis Wermsdorf für visionäre Idee
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00:16 20.06.2017
Die Döllnitzbahn soll Oschatz mit Wermsdorf verbinden. Quelle: Roland Schreiber
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Torgau/Wermsdorf

Landrat Kai Emanuel hält die Pläne, die Strecke der Döllnitzbahn bis nach Wermsdorf zu erweitern, für eine „visionäre Idee“. Auf Anfrage dieser Zeitung sagte er, er halte es grundsätzlich für sinnvoll, eine Verknüpfung der touristischen Anziehungspunkte der Döllnitzbahn mit Wermsdorf und seinem Schloss, immerhin eines der größten Jagdschlösser Europas, zu prüfen.

Nach Plänen der Döllnitzbahn GmbH soll die Strecke um 4,6 Kilometer auf der alten Schmalspurtrasse durch das Döllnitztal bis zum Döllnitzsee an Wermsdorf herangeführt werden (wir berichteten). Von dort müssten Besucher zu Fuß oder mit Hilfe eines Zubringers die restlichen 1,8 Kilometer bis Hubertusburg überbrücken. „Bei visionären Ideen wie diesen sind Vorteile eher erkennbar als mögliche Schwierigkeiten“, so Landrat Kai Emanuel, „mir ist es wichtig, dass die gesamte Region hinter einer Erweiterung steht und die touristischen Mehrwerte gemeinsam erschließt.“

Kritik an den Pläne wurde bisher allein aus Wermsdorfer Richtung laut. Bürgermeister Matthias Müller forderte, zunächst müssten fundierte Zahlen auf den Tisch, bevor von weiteren Investitionen, an denen sich die Gemeinde dann beteiligen müsste, die Rede ist. Die erwarteten Gesamtkosten von 4,5 Millionen Euro halte er für unseriös. Zur jüngsten Ratssitzung brachte er das Thema erneut zur Sprache. Seine Haltung habe nicht mit persönlichen Befindlichkeiten zu tun, vielmehr wolle er die Gemeinde vor Schaden bewahren, wandte er sich an seine Räte. Matthias Müller forderte, dass zunächst eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wird, die die genauen Kosten und Effekte für eine Streckenerweiterung unter die Lupe nimmt.

Auch Landrat Kai Emanuel hält eine solche Untersuchung für notwendig: „Auf jeden Fall“, antwortete er auf die Frage, ob eine Machbarkeitsstudie angestrengt werden solle. Und fügte hinzu: „Die Döllnitzbahn hat in der Leipziger Region ein Alleinstellungsmerkmal, das Wermsdorfer Schloss ebenso. Diese Potenziale müssen gebündelt und gemeinsam vermarktet werden.“ Natürlich werde man auch den Schlosseigentümer – in diesem Fall den Freistaat Sachsen – zu seinen Vorstellungen befragen, so Emanuel abschließend.

Von Jana Brechlin

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