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Oschatz Landung am Collm vorprogrammiert
Region Oschatz Landung am Collm vorprogrammiert
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16:22 14.02.2014

Hier also der definitiv letzte Teil des Nepal-Abenteuers.

"Tja, also wir können noch nicht ganz fliegen, aber unser Flugzeug sollte es schon schaffen. Davon ist zumindest auszugehen, denn die letzten Tage sind unzählige Maschinen genau über unsere Köpfe hinweg gedonnert, während wir drunter die Sonne genossen. Wir waren dabei auf dem wohl friedlichsten Fleckchen in Kathmandu: im buddhistischen Kloster Kopan, das sich auf einem der Berge sozusagen über der Hauptstadt befindet. Wie gesagt, fliegen können wir noch immer nicht, und an Reinkarnation glauben, klappt auch noch nicht so ganz.

Aber bevor wir den spirituellen Bogen überspannen, können wir doch lieber noch berichten, wie wir Abschied von den Bergen genommen haben. Denn hier kommt endlich einmal das Zelt ins Spiel, das wir bis dahin reichlich sinnlos herumgetragen haben. Jedenfalls erkletterten wir einen Hügel nahe der Hauptstadt, um die ersten am nächsten Morgen zu sein, und schlugen dort unser Zelt auf. Glücklicherweise holte uns weder der von den Einheimischen prophezeite Tiger, noch all die streunenden Kläffer aus dem Schlaf - glücklicherweise hatte sich nämlich einer davon als unser Gefährte angeschlossen und bekam einen Ehrenplatz im Vorzelt... Früh vertrieb dann die Sonne nach und nach die Sterne vom Firmament und stieg selbst am Ende hinter einem Berggipfel hervor - magisch und wärmend.

Und nun? Ein einziger Tag bleibt noch, danach gibt es nur noch eine einzige Richtung: erst zum Flughafen, dort Menschen und Zeug in die Maschine packen, und dann immer der Sonne nach - es geht nach vielen Monaten heimwärts. Noch können wir es uns trotzdem nicht recht vorstellen, morgens am Fuße des Himalaya zu erwachen, und abends in altbekannte Federn zu versinken. Am Fuße des Collms, 312 Meter über dem Meeresspiegel. So tiefe Stellen muss man hier lange suchen...

Am Anfang haben wir hier in Nepal noch die wenigen Supermärkte des Landes angesteuert, wohl einfach aus Gewohnheit (und sprachlichen Inkompatibilitäten). Jetzt werden wir in Oschatz (oder Jena) eher die kleinen Straßenläden vermissen. Oder an der Kasse anfangen, um ein paar Cent zu verhandeln. Und uns wundern, dass auf dem Markt niemand geröstete Erdnüsse verkauft (was für eine Marktlücke). Und wer uns bald wieder begegnet, möge verzeihen, falls uns das gute alte "Hä!?" zum Nepali-Ausdruck "Haardschu!?" verkommt.

Nun, an diesem Wochenende geht es hochwärts, wenn alle, außer die ganz Frühschichtigen von euch, hoffentlich noch schlafen dürfen. Und dreizehn Stunden später seid ihr eingeladen, uns mit Wimpel am Frankfurter Flughafen zu empfangen (Kathmandu - Fliegerhorst war irgendwie schon ausgebucht)."

Robert Pauli

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