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Oschatz Lass das mal den Roboter machen
Region Oschatz Lass das mal den Roboter machen
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11:00 12.08.2018
Mein Freund, der Roboter – bald auch Realität am Collm. Quelle: Andre Kempner
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Region Oschatz

Um Gras kurz zu halten, schwört Ingolf Gruhne auf einen Mäh-Roboter. Praktisch, so ein Teil: leise, klein, pflegeleicht. Die Arbeit Maschinen zu überlassen, könnte viele Probleme lösen.

Schmetterlingswiesen können mit Hilfe einer Maschine optimal getrimmt werden. Da Mulchen tabu und nur Sense oder Balkenmäher erlaubt sind, könnten den Job fliegende Drohnen übernehmen. Mit Schneidwerkzeugen ausgestattet, flattern sie ans Grün und sorgen mit chirurgischer Präzision dafür, dass alle Puppenstuben heile bleiben.

Maschinelle Hilfe macht sich auch in der Kita Cavertitz gut. Dort fehlen Bufdis, um die Erzieherinnen zu entlasten. Wenn wir unsere Kleinen komplett in die Obhut von Robotern geben, braucht es die nicht mehr. Die Nanny-Automaten verfügen über die Standardprogramme Waschen, Wickeln, Wiegen, gegen Aufpreis ist Füttern und Spazierengehen möglich.

Wenn die Kinder an Streicheleinheiten durch Schaltkreise gewöhnt sind, gelingt der nahtlose Übergang im Klassenzimmer. Wer will noch Lehrer, wenn wir Roboter haben! Hier sind aber Zusatzmodule gefragt: für stahlharte Nerven (sonst wirft der Unterrichtsroboter mit dem Schlüsselbund), Empathie-Einheiten für Kinder mit schwierigem Verhalten und der „Mir egal“-Knopf bei beratungsresistenten Eltern. Und wenn Tafeln durch Displays ersetzt werden, fehlt auch kein Schüler mehr, weil er Kreide holen war.

Für Löscharbeiten und Leitungstätigkeit gibt’s in der Feuerwehr Kameraden aus Fleisch und Blut. Im Landesverband herrscht Streit, ob Ehrenamtliche oder Berufsfeuerwehrleute bessere Arbeit tun. Wenn die Führung durch Roboter ersetzt wird, erübrigt sich diese Frage.

Von Christian Kunze

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