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Lasst die Torgauer Bären los – auf die Grünflächen im Mügeln und Oschatz

Achtung, Satire! Lasst die Torgauer Bären los – auf die Grünflächen im Mügeln und Oschatz

Wer kennt sie nicht, die flauschigen Mitbewohner des Schlosses Hartenfels in Torgau – Bea, Benno und Jette. Seit Kurzem kann man der Bären-Bande beim Fressen im Schlossgraben zuschauen. Mit ihrem unstillbaren Hunger macht das tierische Tatze-Trio jetzt dem Unkraut in Oschatz und Mügeln den Garaus.

Die Torgauer Bären Bea und Benno fressen alles – das Unkraut und Mügeln künftig auch.

Quelle: Wolfgang Sens

Oschatz/Mügeln/Torgau.. Lasst die Bären los! So heißt der Debüt-Roman des amerikanischen Schriftstellers John Irving. Der handelt von den zwei Studenten Siggi und Hannes, die in einem Akt der Güte die Bären und sämtliche andere Tiere aus dem Wiener Tiergarten Schönbrunn freilassen.

Gleiches haben sich die Bürgermeister der Städte Mügeln und Oschatz vorgenommen. Johannes Ecke und Andreas Kretschmar wollen die drei Torgauer Bären Bea, Benno und Jette aus ihrem Gehege im Schloss Hartenfels befreien. Denn das Schaufüttern der drei Raubtiere, das seit Kurzem zu beobachten ist, hat die zwei Rathauschefs auf eine geniale Idee gebracht. Bären sind bekanntlich Allesfresser – und können im Süden des Landkreises nützliche Dienste leisten.

Sowohl im Oschatzer Fliegerhorst als auch in der Stadt Mügeln und ihren Ortsteilen kämpfen der Bauhof und die Stadtgärtnerei mit dem Grünzeug – Gras, Kraut und Sträucher schießen dort überall derart schnell aus dem Boden, dass das wenige Personal mit dem Mähen und Harken nicht mehr hinterherkommt.

Die Lösung ist das flauschige Trio von Schloss Hartenfels. Lasst die Torgauer Bären auf die Grünflächen im Altkreis Oschatz los! Die hungrigen Petze knabbern und beißen sich durch das üppig wuchernde Gestrüpp der Rabatten im Fliegerhorst und der stark sprießenden grünen Lunge Mügelns. Nur der Gemeinde Liebschützberg dürfen Bea, Benno und Jette nicht zu nahe kommen. Dort hat Bürgermeister David Schmidt darauf hingewiesen, dass sorgfältig angelegte Wildblumenwiesen nicht abgemäht werden dürfen – geschweige denn, dass sie von drei gefräßigen Bären gemampft oder niedergetrampelt werden.

Von Christian Kunze

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Oschatz
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