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Oschatz Laster voll Schrott fliegt am Dresdener Berg in Oschatz aus der Kurve
Region Oschatz Laster voll Schrott fliegt am Dresdener Berg in Oschatz aus der Kurve
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00:34 14.04.2018
Der umgestürzte Lastwagen am Dresdener Berg. Quelle: Foto: Feuerwehr Oschatz
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Oschatz

Als Dagmar Grundmann am Dienstag im Garten saß, krachte es nebenan plötzlich. „Diesen Knall vergesse ich mein Leben lang nicht“, sagt die Anwohnerin der Dresdener Straße. Kurz nach 18 Uhr war ein Lkw umgekippt und Garten des Hauses Nummer 10 liegen geblieben.

Der Unfall ereignete sich unmittelbar nach der Kreuzung B6/Eichstädt-Promenade. Auch die Ampelanlage wurde beschädigt und funktionierte nicht mehr – auch am Mittwoch noch nicht. Der Lkw kam aus Richtung Leipzig, hatte gepressten Schrott geladen. Der Großteil der Ladung landete nach dem Unfall allerdings im Vorgarten des Grundstücks und auf dem angrenzenden Gehweg. Der Anhänger blieb auf der Fahrbahn stehen.

Fahrer musste ins Krankenhaus gebracht werden

„Der 27 Jahre alte Fahrer trug eine Platzwunde am Kopf und Rückenverletzungen davon und wurde von Hausbewohnern erstversorgt. Er ist nicht lebensgefährlich verletzt, wurde aber nach der Behandlung durch den Notarzt vor Ort ins Krankenhaus gebracht und dort weiter behandelt“, erklärte Uwe Voigt, Pressesprecher der zuständigen Polizeidirektion in Leipzig, auf Nachfrage der OAZ. Weitere Personen wurden nicht verletzt.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Oschatz waren mit 15 Kameraden und drei Fahrzeugen im Einsatz. Sie klemmten die Batterie des Unfallfahrzeugs ab, räumten die Ladefläche komplett leer und beseitigten auslaufendes Öl. Die B 6 war halbseitig gesperrt, der Verkehr nach Meißen und Dresden wurde umgeleitet. Als schließlich ein extra herbeigerufender Kran den verunglückten Lkw eines Recyclingunternehmens aus Meuselwitz in Thüringen barg, musste die Bundesstraße zeitweise vollständig für den Verkehr gesperrt werden. Die Oschatzer Wehr leuchtete die Unfallstelle aus. Gegen 22 Uhr war der Einsatz für sie beendet, um 23 Uhr war die Unfallstelle nach Angaben des Polizeisprechers beräumt, sauber und die Fahrbahn frei.

Zur Ursache des Unfalls können jene, die das Geschehen mitbekommen haben, keine konkreten Angaben machen – denn sie hörten nur, was passierte, sahen davon aber nichts. „Ich wollte gerade auf der gegenüberliegenden Straßenseite mit dem Pkw aus meiner Einfahrt herausfahren, achtete auf die Fahrzeuge, die aus der Gegenrichtung kamen – und da war es auch schon passiert. Ich musste dann erstmal warten“, sagt Claus Gläser. Der Senior ist, wie andere Anwohner auch, überrascht, dass an dieser Kreuzung noch nicht mehr passiert ist. „Sie ist viel zu eng und unübersichtlich. Der Schwerverkehr sollte eigentlich über den Schweineberg umgeleitet werden“, so der 68-Jährige weiter. Auch Dagmar Grundmann erlebte eine Schrecksekunde: „Mein Enkelin wurde an der gleichen Stelle schon einmal von einem Auto angefahren.“ Mario Schöne, der unweit der Kreuzung einen Autohandel betreibt, handelte nach dem Knall geistesgegenwärtig. „Der Fahrer hatte sich aus der Kabine befreit, aber der Motor lief noch. Ich rannte hin, kletterte rein und zog den Zündschlüssel.“

Unfallursache noch unklar

Weshalb der Lastwagen ins Schleudern kam, ausbrach und umkippte, wird noch ermittelt. „Der Fahrer stand weder unter dem Einfluss von Alkohol, noch hatte er andere Drogen konsumiert“, so Polizeisprecher Voigt. Vielleicht war er auch durch die Sonne geblendet, die zum Zeitpunkt des Geschehens im Innen- oder einem der Außenspiegel reflektiert und ihm die Sicht genommen haben könnte.

Von Christian Kunze

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