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Laube in Flammen: Für Kleingärtner kann das richtig teuer werden

Laube in Flammen: Für Kleingärtner kann das richtig teuer werden

Zwei mal schlugen Feuerteufel innerhalb eines Monats zu und fackelten in Oschatz Gartenlauben ab - in den Sparten Anglerparadies und Nord. Das war im Frühjahr 2010. Seit einem weiteren Laubenbrand Ende 2012 in Altoschatz ist Ruhe.

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Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Oschatz kämpfen gegen die Flammen, die am 23. April 2010 aus einer Laube in der Sparte Nord schlagen.

Quelle: Dirk Hunger (Archiv)

Oschatz. Von Frank Hörügel und Thomas Steingen

 

Doch in diesen Tagen wächst die Brandgefahr in den Sparten wieder. Die tropischen Temperaturen werden von Gewittern mit Blitzschlägen begleitet.

 

Nicht immer kann die Brandursache eindeutig geklärt werden. Technische Defekte, Fahrlässigkeit oder Brandstiftung kommen in Frage. Für den Gartenbesitzer oder -pächter bleibt der Schaden. Ist die Laube nicht mehr benutzbar, muss er zumindest deren Reste beseitigen. Das kann für die betreffenden Gartenfreunde teuer werden, denn es handelt sich oft um Sondermüll, dessen Entsorgung nicht billig ist. Nach Angaben des Landesverbandes der Kleingärtner können so schnell mehrere Tausend Euro an Kosten auf den Laubenbesitzer zukommen. "Es ist sicher gut und richtig, sein Eigentum zu versichern. Nicht zuletzt kann das Feuer auch auf benachbarte Lauben überspringen", sagt Andreas Zschau, Geschäftsführer und Vorsitzender des Regionalverbandes der Kleingärtner Torgau-Oschatz. Für einen nicht verpachteten Garten ist der Verein für die Schadensregulierung und -beseitigung zuständig.

 

Nach dem Brand in der Oschatzer Gartensparte Anglerparadies Ende März 2010 musste dieser Verein nicht finanziell für das Beseitigen der abgefackelten Laube aufkommen. Das Beräumen sei vom damaligen Pächter und seinen beiden jungen Nachfolgern in Eigenregie erledigt worden, erinnert sich der Vereinsvorsitzende Uwe Albrecht. Der 60-Jährige besitzt für seine Laube eine private Hausrat- und eine Gebäudeversicherung. Zwar gebe es keine genaue Zahl, wie viele der 101 Spartenmitglieder sich versichert haben. "Das macht jeder privat. Ich denke aber, dass relativ viele unserer Mitglieder eine Versicherung abgeschlossen haben", so Albrecht.

 

Der Regionalverband der Kleingärtner Torgau-Oschatz empfiehlt jedem der insgesamt 4000 Kleingärtner in seinem Einzugsgebiet, eine Versicherung abzuschließen. Das kann der Gartenbesitzer privat bei einer Versicherung seiner Wahl tun oder über den Verband. Denn der Landesverband Sachsen der Kleingärtner bietet über einen Rahmenvertrag zu relativ günstigen Konditionen seinen Mitgliedern eine Laubenversicherung an, die Feuer, Einbruch und Diebstahl (FED) abdeckt. Für 30 Euro im Jahr kann der Gartenbesitzer diese Grundversicherung abschließen. Damit ist das Gebäude (Feuer, Sturm, Hagel) mit 5000 Euro, der Inhalt der Laube/des Schuppens mit 2000 Euro sowie Glasbruch mit 1000 Euro versichert. Mit dieser Grundversicherung ist in der Regel eine bis 14 Quadratmeter große Laube ausreichend abgesichert.

 

"Im Rahmen dieses FED-Gruppenvertrages kann zudem eine Unfallversicherung für die ganze Familie des Kleingärtners abgeschlossen werden. Pro Parzelle beträgt der Jahresbeitrag dafür drei Euro", informiert Verbands-Geschäftsführer Zschau. Mit dieser Versicherung erhalten zum Beispiel auch Rentner im Schadensfall Krankentagegeld.

 

Das Versicherungsangebot wird jedoch nur zögerlich angenommen. Wobei es von Verein zu Verein unterschiedlich sei. Laut Andreas Zschau haben bisher etwa 300 Kleingärtner in der Region Torgau-Oschatz eine Laubenversicherung über den Verband abgeschlossen. "Und dabei geht das ganz einfach. Die Gartenbesitzer müssen sich nur bei uns melden", so Zschau. © Kommentar

 

Kontakt zum Regionalverband Torgau-Oschatz Tel. 03421/90 60 34 oder per Mail: KVdKleingaertnerTO@t-online.de

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