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Oschatz Laura I. aus Zwenkau ist die neue sächsische Blütenkönigin
Region Oschatz Laura I. aus Zwenkau ist die neue sächsische Blütenkönigin
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10:26 08.05.2017
Blütenprinzessin Sarah Braun (21) aus dem Mügelner Ortsteil Berntitz, die Sächsische Blütenkönigin Laura I. alias Laura Kirschner (25) aus Zwenkau und Blütenprinzessin Anna Dohrmann (29) aus Brandis, Quelle: Bärbel Schumann
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Sornzig

Zum 57. Mal hatten die Sornziger Einwohner und die Obstanbauer der Region rund um Mügeln nach Sornzig zum traditionellen Blütenfest am Wochenende eingeladen. Hunderte kamen auch diesmal wieder, um vor allem mitzuerleben, wie am Sonnabendnachmittag die nunmehr 21. Sächsische Blütenkönigin im Festzelt die Königinnen-Schärpe von Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) umgelegt bekam und die ersten Glückwünsche auch von Landesverbandsvorsitzenden Gerd Kalbitz empfing.

Erfahrene Hoheit

Ein Jahr lang wird nun Laura I. alias Laura Kirschner den Sächsischen Obstanbau national wie international auf Messen, Volksfesten oder auch Ausstellungen präsentieren. Die 25-jährige Zwenkauerin besitzt darin bereits Erfahrung, konnte die Studentin für Internationale Wirtschaft im vergangenen Jahr doch bereits den Titel einer Sächsischen Blütenprinzessin erkämpfen. Ihre Regentschaft wird nun bis zum Mai 2018 andauern. Zu Höhepunkten in dieser Zeit werden unter anderem ein Besuch im Kanzleramt, die Teilnahme an der Grünen Woche in Berlin oder auch eine Stippvisite zum Königinnentreffen gehören, wo sich alle amtierenden Majestäten Deutschlands – egal welche Produkte, Regionen oder auch besonderen Eigenschaften sie präsentieren – treffen. Bereits einen Tag nach der Krönung stand eine der ersten Pflichten für Laura I. auf dem Programm: Sie besuchte das Blütenfest in Borthen. 1997 war der Wettbewerb zur Sächsischen Blütenkönigin erstmals in Sornzig, einer der Wiegen des Deutschen Obstanbaus und des Sächsischen überhaupt so Landesverbandsvorsitzender Gerd Kalbitz, ausgetragen worden. Die Teilnehmerinnen müssen seitdem jeweils im ersten Teil ihr Wissen rund um den Sächsischen Obstanbau und ihr Allgemeinwissen unter Beweis stellen. Anschließend haben sie die Aufgabe zu einem vorgegebenen Thema auf der Festzeltbühne zu den Besuchern zu sprechen, wobei persönliche Ausstrahlung, Rhetorik, Fachwissen zum Obstanbau aber auch das Outfit bewertet werden.

Hohes Wettbewerbsniveau

Zu Blütenprinzessinnen wurden diesmal die 21-jährige Berntitzerin Sarah Braun und die 29-jährige Brandiserin Anna Dohrmann gekürt. Sarah ist ebenfalls Studentin und wohnt in einem der Ortsteile Mügelns. „Durch die Zeitung habe ich von dem Wettbewerb erfahren und mich einfach beworben“, erzählt sie, wie es zu ihrer Teilnahme an dem durch den Landesverband Sächsisches Obst ausgeschriebenen Wettbewerbes kam. Die Studentin für Umweltmonitoring möchte später einmal als Meeresbiologin arbeiten. Bei ihrer Präsentation im Festzelt legte sie den Gästen nahe, selbst mehr für die Umwelt zu tun und auch mehr heimisches Obst zu essen. Die dritte Kandidatin im Bunde war Anna Dohrmann. Die Brandiserin arbeitet seit ihrem Studienabschluss als Agrarwissenschaftlerin in der Baderitzer Bio-Obst GmbH, einem Unternehmen der Obstland Dürrweitzschen AG. Hier ist sie vor allem für das Beerenobst und den Haselnussanbau zuständig. Das Radfahren gehört zu ihren großen Leidenschaften in der Freizeit. Nur wenige Stunden vor ihrem Auftritt in Sornzig, war sie bei der sieben Seen-Tour im Leipziger Umland dabei. „Das Niveau bei der schriftlichen Prüfung war in diesem Jahr besonders hoch. Alle drei Bewerberinnen lagen dicht beieinander“, so der Vorsitzende der 14-köpfigen Landesjury und Geschäftsführer der Sornziger Klosterobst GmbH, Thomas Arnold.

Beste Feierlaune

Drei Tage lang wurde in um das Kloster Marienthal in Sornzig auch diesmal wieder gefeiert. Das kalte Wetter der vergangenen Tage hatte zwar für etwas weniger Besucher als in den Vorjahren gesorgt, doch gefeiert wurde trotzdem ausgiebig. Dafür sorgten beispielsweise örtliche Vereine, die Kinder der Neusornziger Grundschule „Auf der Höhe“, Künstler und regionale Unternehmen, die für ein abwechslungsreiches Programmangebot von A wie Ausstellung von Schriftkünstler Frank Niemann, über S wie Schlagersänger Gerd Christian bis hin zu W wie Wanderung mit dem Obstbauverein rings um Sornzig sorgten.

Übrigens, nicht nur Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt war an diesem Wochenende erstmals im Sornziger Kloster zu Gast und angetan vom hiesigen Ambiente. Manch anderer Besucher war es ebenso. Zu ihnen gehörten Karin und Klaus Kluge aus Flöha. „Uns hat das Fest sehr gefallen. Diese schöne Ecke Sachsens war uns bisher weniger Bekannt. Die Landschaft hier ist sehr reizvoll und uns gefällt, wie sich Vereine hier einbringen. Ich denke, wir werden nicht das letzte Mal in Sornzig zu Besuch gewesen sein“, erklärte Karin Kluge nachdem ihr Mann ein Erinnerungsfoto seiner Frau mit den neu gewählten Majestäten geschossen hatte. An das Heimfahren dachte das Paar da noch nicht, sondern wollte wie andere Besucher das Blütenfest und seine Angebote noch genießen.

Von Bärbel Schumann

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