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Oschatz Leck am Sportplatzweg gefunden
Region Oschatz Leck am Sportplatzweg gefunden
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15:42 26.10.2018
Petra Rochner kämpfte wochenlang mit  Wasser unbekannter Herkunft auf ihrem Grundstück Quelle: Axel Kaminski
Borna

So gern Petra Rochner dies geglaubt hätte, hatte sie daran Zweifel, freute sich aber über den versiegten Zufluss. Diese Freude währte nicht lange. Kurz nach den Regenfällen in der zweiten Septemberhälfte floss das Wasser auch wieder in 1,90 Meter Tiefe auf ihr Grundstück und drückte an der Kellertreppe ins Freie.

„Tatsächlich hat danach die Oewa noch einmal massiv Ursachenforschung betrieben“, berichtete Petra Rochner. Es seien alle Hausanschlüsse rundherum abgestellt worden. Danach habe man Gas unter Druck in die Leitungen geblasen und endlich – nach rund zehn Wochen – die undichte Stelle gefunden. Danach sei am sogenannten Sportplatzweg der Bagger angerollt, um das defekte Verbindungsstück auszutauschen.

Wasseraustritt über einen langen Zeitraum

„Selbst der Vertreter des Landratsamtes, der vor Ort war, hat festgestellt, dass der Boden pitschnass war und das Wasser hier sehr lange ausgetreten sein muss“, erzählt die Bornaerin. Schön wäre es aus ihrer Sicht gewesen, wenn sich die Oewa gleich so ernsthaft mit dem Problem beschäftigt hätte. Dann wäre nicht ganz so viel Trinkwasser in der Kanalisation gelandet und ihr wäre viel Aufregung erspart geblieben. „Ich bin gerade dabei, meinen Aufwand zusammenzustellen, um meine Schadenersatzansprüche geltend zu machen“, schildert Petra Rochner ihre „Nachbereitung“ des Sommers.

Bei der Oewa geht man von zwei unabhängig voneinander aufgetretenen Schäden aus. Bereits im August habe die Grundstückseigentümerin einen Wasseraustritt beobachtet und sich an die Oewa gewandt. Damals habe es etwa 100 Meter von dem Grundstück entfernt einen Rohrbruch gegeben, der vermutlich ursächlich gewesen ist, so der Versorger.

Nacht-Verbrauchsmessung engte Suche nach Schadstelle ein

Nachdem sich Petra Rochner Anfang Oktober erneut an den Wasserlieferanten gewandt hatte, habe die Oewa auf einem öffentlichen Weg in der Nähe des Grundstücks einen Unterflurhydranten gesetzt. Dieser sei notwendig, um den Verlust auf der Trinkwasserleitung messen zu können. Das jedoch sei nur in den Nachtstunden effektiv, erklärt Roland Hammer, Gruppenleiter beim Wasserversorger. In der Nacht vom 3. zum 4. Oktober sei die Verbrauchsmessung erfolgt.

„Mit dieser Methode konnten wir die Austrittsstelle immer weiter eingrenzen und sind in dieser Nacht auch fündig geworden“, sagt Hammer. Das Leck wurde auf einem 50 Meter langen Teilstück der Leitung lokalisiert. Doch wo genau das Wasser austrat, zeigte sich erst, nachdem man Gas in die Leitung strömen ließ und dieses an der Austrittsstelle über eine Sonde geortet werden konnte. Dies sei, so der Oewa-Gruppenleiter, die effektivste Lösung gewesen, die Schwachstelle und damit die Ursache zu ermitteln.

Die Verluste beliefen sich nach Aussage von Roland Hammer auf etwa 120 Liter pro Stunde. Wie viel Wasser in Summe weggeflossen ist, könne man nicht sagen.

Von Axel Kaminski

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