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Oschatz Leeres Haus am Kreisel in Zschöllau kann abgerissen werden
Region Oschatz Leeres Haus am Kreisel in Zschöllau kann abgerissen werden
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00:16 21.02.2017
Das alte Wohngebäude am Kreisverkehr im Oschatzer Stadtteil Zschöllau soll abgerissen werden. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz/Zschöllau

Die Tage des leeren Wohnhauses in der Mühlberger Straße 16/18 am Kreisverkehr sind gezählt. Der Stadtrat ebnete den Weg für einen Abriss. Mehrheitlich stimmte der Rat dafür, Fördermittel für eine solche Maßnahme an den Eigentümer, die Oschatzer Wohnstätten GmbH, auszuzahlen.

Die Stadtverwaltung ist durch den Beschluss berechtigt, die Zuwendungen bei der Sächsischen Aufbaubank zu beantragen. Geld aus dem eigenen Haushalt muss Oschatz nicht aufbringen. Laut Sächsischem Innenministerium, das Mitte Januar erstmals über das neue Programm zum Rückbau von Wohngebäuden informiert hatte, werden die Kosten den Kommunen zu 100 Prozent erstattet – in diesem Fall knapp 28 000 Euro.

Im Aufsichtsrat der Oschatzer Wohnstätten GmbH habe man sich nach intensiver Diskussion auf den Abriss geeinigt. „Die Substanz ist verbraucht, das Dach undicht, die vorhandenen Grundrisse ohne Bad und WC lassen eine Sanierung mit vertretbarem Aufwand nicht zu“, sagte Bauamtsleiter Michael Voigt. Hinzu käme der demografische Wandel und ein geringerer Bedarf an Flüchtlingsunterkünften. All das spreche laut Dietmar Schurig dafür, das Haus nicht zu sanieren. „Auch wenn es mir weh tut, wenn hier eine Lücke in die geschlossene Bebauung gerissen wird“, so der CDU-Fraktionschef, der selbst schon einige Häuser in Oschatz saniert und als Wohnungen umgebaut hat. Hier habe er jedoch kein Interesse, betonte er.

Sebastian Schneider (Die Linke) enthielt sich bei der Abstimmung. Seiner Ansicht nach habe das Objekt Potenzial für neue Wohnungen. „Wir wollen junge Leute hier haben. Der Bahnhof, die Bushaltestelle und eine Kindertagesstätte sind in unmittelbarer Nähe. Wir sollten die Chance nutzen“, sagte er – fand dafür allerdings keine Mehrheit. Bis auf Christian Zieger (CDU), der sich ebenfalls enthielt, votierten alle anwesenden Räte für die Weitergabe der Fördermittel.

Nach dem Abriss entstünden auf dem Areal zwei Flurstücke mit reichlich 500 Quadratmetern Größe. Auf diesen dürfen nach dem Abriss zehn Jahre lang keine Gebäude mit vermietetem Wohnraum errichtet werden, beantwortete Michael Voigt ein entsprechende Frage des CDU-Stadtrates Frank Schneider.

Von Christian Kunze

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