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Oschatz Leipziger Hochschule begleitet Schulbau in Wermsdorf
Region Oschatz Leipziger Hochschule begleitet Schulbau in Wermsdorf
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06:00 06.12.2016
Bisher ist die Grundschule in der alten Poststation. Quelle: Dirk Hunger
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Wermsdorf

Der geplante Grundschul-Neubau in Wermsdorf wird ein Fall für die Wissenschaft. Die Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) wird das Projekt von der Entwurfsplanung bis zur Fertigstellung begleiten. Für dieses sogenannte Monitoring erhält die Einrichtung 47 000 Euro. Das neue Gebäude, das zwischen derzeitiger Grundschule in der alten Poststation und dem Fachwerkgebäude „Roter Ochse“ entstehen soll, wird ein Nullenergiehaus.

Alle baulichen Maßnahmen, die diese Kriterien erfüllen, werden vom Freistaat mit 75 Prozent gefördert. Vom Gesetzgeber wird dazu eine wissenschaftliche Begleitung vorgesehen, die ebenfalls zu drei Vierteln bezuschusst wird, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Mittlerweile sei bestätigt worden, dass dies sogar voll förderfähig ist, so Bürgermeister Matthias Müller (CDU). Derzeit wird die Entwurfsplanung für den Neubau erarbeitet.

Standards für Nullenergiehaus sollen sicher gestellt werden

Mit dem Monitoring, das über zwei Jahre gehen soll, wolle man sicherstellen, dass die Mindeststandards an ein Nullenergiehaus erreicht und wissenschaftlich begleitet sowie dokumentiert werden. Die Beauftragung für den Prozess werde während der Leistungsphasen schrittweise erfolgen.

Das schien nicht alle zu beruhigen, denn anschließend gab es im Gemeinderat noch Diskussionsbedarf zur Auftragsvergabe für das Monitoring. Vor allem fürchte man Einflussnahme von der Hochschule, die sich auch in den Kosten niederschlagen könnte. „Zum Beispiel wenn sich dabei ein Professor oder Doktorand profilieren möchte und allen Schnickschnack einbauen lassen will“, mahnte Bernhard Müller (Linke), „mit fremdem Geld lässt es sich gut wirtschaften.“ Die Gemeinde solle sich besser ein Vetorecht vor überzogenen Forderungen sichern, schlug er vor.

Gemeinde bleibt Bauherr

„Wir bleiben Bauherr mit allen Rechten“, versicherte Matthias Müller. Die HTWK solle der Gemeinde auf dem Weg zum Nullenergiehaus Ideen liefern und beraten. Letztlich bestimmen, was oder wie gebaut werde, könne die Hochschule aber nicht. Bauamtsleiter Thomas Keller unterstrich die Notwendigkeit des Monitorings: „Die prüfen die praktische Seite und achten darauf, dass am Ende beim Energie-Ein- und -Ausgang tatsächlich Null rauskommt“, sagte er und warb für Zustimmung zur Vergabe: „Ich finde die Begleitung nicht schlecht.“ Dadurch gebe es noch eine Instanz, die die Gemeinde unterstütze und von außen auf das Projekt schaue.

Auch der Bürgermeister unterstrich die Vorteile des Prozesses: „Wir haben damit eher mehr Gewissheit, dass die Grundschule tatsächlich alle Anforderungen an ein Nullenergiehaus erfüllt.“ Handlungs- und Einflussmöglichkeiten wären weiter in Hand der Gemeinde.

Das überzeugte offenbar die meisten Räte: Mehrheitlich stimmten sie für die Auftragsvergabe an die Leipziger Hochschule, lediglich Kurt Müller (CDU) zückte die rote Karte und stimmte mit Nein.

Von Jana Brechlin

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