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Oschatz Leseratten aus Oschatz lieben David Copperfield und Harry Potter
Region Oschatz Leseratten aus Oschatz lieben David Copperfield und Harry Potter
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16:57 12.03.2015
Oschatz/Leipzig

Von christian kunze

"Ich lese sehr oft, gern und viel und ich finde, eines der beeindruckenden Bücher ist ,David Copperfield' von Charles Dickens. Die bewegende Geschichte des Jungen, der sich durchs Leben kämpft, geschrieben in dieser schönen Sprache - einfach Klasse. Fasziniert hat mich ebenso `,Fräulein Smillas Gespür für Schnee' von Peter Hoeg, eine unglaublich packende Kriminalgeschichte vor dem Hintergrund der Situation der Inuit", sagt Anja Seidel. Zu den weiteren Favoriten der Pressesprecherin der Oschatzer Stadtverwaltung zählen Juli Zeh, Literatur-Nobelpreisträger Gabriel Garcia Márquez und von Terry Pratchett die fantastisch-komischen "Scheibenwelt"-Romane. "Und die Harry Potter-Romane habe ich förmlich verschlungen."

Der Zauberlehrling aus der Feder Joanne K. Rowlings hat es auch Ute Oehmichen angetan. "Ich bin beeindruckt von der ausschweifenden Fantasie dieser Autorin", so die Leiterin der Oschatz-Information. Ansonsten greift die Oschatzerin bevorzugt zu historischen Romanen, die sich noch dazu spannend lesen. "Das macht keiner besser als Ken Follett", so Oehmichen. Ebenfalls hoch im Kurs stehen bei ihr die "Hebammen"-Romane von Sabine Ebert.

Steffen Gobert nutzt die Leipziger Buchmesse, um sich bei den Schulbuchverlagen nach neuen Veröffentlichungen umzuschauen. Der Lehrer der Rosental-Lernförderschule in Altoschatz liest in seiner Freizeit aber auch Romane - am liebsten die von Isabel Allende. "Mein Liebling ist ihr Debüt ,Das Geisterhaus' aus dem Jahr 1988. Das ist vor allem spannend, hat zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel und war aber als es kurz vor der Wende erschien, nicht leicht zu bekommen, war dennoch in aller Munde und schon allein deshalb etwas Besonderes", erinnert er sich.

Als Lektüre für eine lange Zugfahrt wählte Iris Kübler vor einigen Jahren "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak. "Der Anfang des 600-Seiten-Wälzers ist zäh, aber ab einem bestimmten Punkt lässt einen die Geschichte nicht mehr los", so die Leiterin der Oschatzer Freizeitstätten GmbH. Der Roman spielt vor und während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland. Erzähler ist der Tod, Heldin ein junges Mädchen, das Bücher liebt - und mitgehen lässt. "Das erstaunliche ist, dass der Roman für Jugendliche als auch Erwachsene etwas bietet und auf mehreren Ebenen begeistert - besonders wegen der zahlreichen Nebenfiguren", resümiert Kübler.

William Kamkwamba und Bryan Mealer schildern in "Der Junge, der den Wind einfing" die Erinnerungen eines jungen Mannes aus Malawi, der sich mit Armut und Unterdrückung nicht abfinden will, zu Hause der vielköpfigen Familie durch Jagdbeute und Maisanbau hilft und sich sein Schulgeld selbst verdient. Das hat den Oschatzer Linken-Stadtrat Peter Streubel beeindruckt. "Der Junge findet ein Physikbuch, erhält Anregungen, ein Windrad zu bauen, erntet damit zunächst Gelächter, doch das ändert sich als die ersten Lampen aufleuchten. Wie und woraus das gelingen konnte, ist wirklich spannend geschildert", so Streubel.

Christian Kunze

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