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Oschatz Leukämiekranker Phil wartet noch auf Retter
Region Oschatz Leukämiekranker Phil wartet noch auf Retter
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17:00 23.01.2013
Oschatz/Mockrehna

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Die Ärzte der Uniklinik Leipzig versuchen derzeit, das Leben des Dreijährigen mit einer Chemotherapie zu retten.

Von der Hilfswelle für Phil war Jana Höhne positiv überrascht. Die stellvertretende Leiterin des Privaten Bildungszentrums Oschatz hatte eine sogenannte Typisierungsaktion am 16. Januar mit organisiert, bei der 168 Frauen und Männer eine Speichelprobe abgaben (wir berichteten).

Im Auftrag der Deutschen Knochenmarkspenderdatei wird nun im Labor geprüft, ob sich unter den Teilnehmern der Aktion ein geeigneter Knochenmarkspender für den kleinen Jungen findet. "Bisher haben wir noch keine Informationen bekommen, ob jemand dabei ist", sagte Jana Höhne gestern. Die Schulleitung des Bildungszentrums überlege deshalb, eventuell Ende Februar eine zweite Typisierungsaktion für die Einwohner der Region Oschatz durchzuführen. Die Schüler und Lehrer dieser Bildungseinrichtung engagieren sich deshalb so stark für Phil, weil seine Mutter Katja Ziegenbalg hier seit dem Sommer 2012 eine Ausbildung zur Krankenpflegerhelferin absolviert.

"Wir hoffen und bangen", sagt die 29-Jährige, die mit David Schwemmer - dem Vater von Phil - in Mockrehna wohnt. Ein Spender würde schon reichen. Er allein könnte das Leben des kleinen Phil retten. Doch bis jetzt sei noch niemand dabei gewesen. Die Chancen sind nicht gerade groß. Aber bei entsprechender Beteiligung ließe sich vielleicht derjenige finden. "Es geht ja nicht nur um unseren Jungen. Da sind noch viele andere Eltern mit ähnlichem Schicksal", macht Katja Ziegenbalg deutlich.

Wie lange die Krankheit schon im Körper des Jungen schlummerte, als sie kurz vor Weihnachten festgestellt wurde, das können die Ärzte nicht sagen. Die erste Chemo-Therapie habe nicht wie erhofft angeschlagen, weil es sich bei der Art der Leukämie um ganz aggressive Erreger handele. Die zweite Therapie, die gerade läuft, sei erfolgreicher. "Auch wenn die letzten Nächte problematisch waren, weil durch die starke Beatmung Luft in den Brustkorb geriet", zeigt sich die Mutter sehr besorgt. Ihre Ausbildung hat sie vorerst "auf Eis" gelegt. "Für uns gibt es jetzt nur Phil", geben sich Katja Ziegenbalg und Vater David Schwemmer kämpferisch. Es wäre wie ein Lotto-Gewinn, wenn sich ein geeigneter Spender findet. "Derjenige könnte Phil tatsächlich das Leben retten, ihn für immer heilen", ringt die junge Mutter um Fassung.

Frank Hörügel

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