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Liebschützberg jetzt mit Orientierung für den Jakobsweg

Liebschützberg Liebschützberg jetzt mit Orientierung für den Jakobsweg

Noch vor wenigen Jahren stand der Gipfel des Liebschützberges voller Kunstwerke. Vandalismus und der Zahn der Zeit ließen deren Zahl schrumpfen. Die IG Liebschützberg bemüht sich seit ihrer Gründung im vergangenen Jahr darum, den Berg auf angemessene Art wiederzubeleben. Nach dem Rastplatz ist nun der Wegweiser für Pilger und andere Wanderer fertig.

Unterhalb des Gipfels weisen neue Schilder den Pilgern den Weg nach Dahlen, Wurzen und zum Rastplatz neben der Windmühle.

Quelle: Axel Kaminski

Liebschützberg. Nachdem Thomas Barth im Mai vergangenen Jahres den Anstoß gab, sich mit der Neugestaltung des Gipfels des Liebschützberges zu beschäftigen, kann die daraufhin gegründete Interessengemeinschaft (IG) ein weiteres Ergebnis ihrer Arbeit vorweisen. Seit dieser Woche ist der neue Wegweiser am Jakobsweg fertig. Eines der Schilder weist auf den unter Regie der IG entstandenen Rastplatz mit Schutzhütte und kleiner Feuerstelle hin.

Bauprojekt fand viele Unterstützer

In den Wegweiser hat Bernd Hennig viel Zeit und Arbeit investiert. Der Laaser legt jedoch großen Wert darauf, dass er viel Unterstützung erhalten habe, ohne die nichts gegangen wäre. „David Pfennig hat Robinienholz zur Verfügung gestellt, die Gemeinde Liebschützberg die Fundamentarbeiten ausgeführt und Helmut Rudolph die Schilder geliefert“, erläutert der 70-Jährige. Dabei habe ihn der Zimmerer damit überrascht, dass er gleich noch die Orte und Entfernungsangaben ins Holz gefräst hat.

Orientierung auf nahe Ziele

„Die über 2000 Kilometer nach Santiago di Compostela haben wir ausgelassen“, sagt Bernd Hennig. Stattdessen habe man sich auf die näheren Ziele beschränkt. Wichtig sei, dass man unterwegs auch mal sehe, dass man auf dem richtigen Weg sei, meint Bodo Schirrmeister, der sich nach einer Rast am Gipfel wieder auf den Weg nach Leipzig begibt. Diese Orientierung gibt auf dem Liebschützberg neben den Schildern auch die von Bernd Hennig angefertigte Steinplatte mit der Jakobsmuschel drauf. Bodo Schirrmeister erhielt am Montag als erster die Gelegenheit, sich in jenes Buch einzutragen, das in einem im Sockel eingelassenen Fach hinterlegt ist. Der Königsbrücker hatte eine Woche zuvor in Görlitz seine Pilgerreise begonnen, die ihn nach Leipzig führen soll. Das Buch hatte übrigens Bürgermeister David Schmidt (parteilos) zur Verfügung gestellt.

Demnächst Stempel vor Ort

„In diesem Fach sollen künftig auch ein Stempel und ein Stempelkissen aufbewahrt werden“, erläutert Bernd Hennig. Er habe während seiner Arbeit hier oben viele Leute getroffen und sei mit ihnen ins Gespräch gekommen. „Es ist schon bemerkenswert, wie belebt der Berg ist“, sagt der Ruheständler. Wie zur Bestätigung trifft kurz nach dem Pilger aus Königsbrück eine Familie aus Treptitz auf dem Berg ein. Für deren fünfjährigen Enkelsohn Nicklas aus Leipzig ist ein Aufenthalt bei den Großeltern nur perfekt, wenn dabei auch die Windmühle besucht wird.

Sein Plan sei es gewesen, im zeitigen Frühjahr mit den Mauererarbeiten für den Sockel des Wegweisers zu beginnen, erläutert der Bernd Hennig. Da der Winter noch einen Nachschlag verteilte, fiel der mögliche Arbeitsbeginn auf die Zeit, in der auch im eigenen Garten die meiste Arbeit anstand. „Zum Glück stehen wir ja nicht unter Zeitdruck“, betont der Laaser. Man müsse ja im Ehrenamt auch nicht bei miesem Wetter auf dem Berg arbeiten.

Seine Sorgen, dass eine frisch gemauerte Schicht aus Steinen von den Feldern des Berges am nächsten Arbeitstag verstreut neben dem Sockel liegen könnte, erwiesen sich als grundlos. Natürlich hofft Bernd Hennig, dass auch künftig die Werke der IG Liebschützberg vom Vandalismus verschont bleiben.

Von Axel Kaminski

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