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Oschatz Liebschützberger Gemeindebibliothek ist von Terpitz nach Borna umgezogen
Region Oschatz Liebschützberger Gemeindebibliothek ist von Terpitz nach Borna umgezogen
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17:21 17.11.2011
Bürgermeister Karl-Heinz Börtitz, Marion Schreiber und Brigitte Moeßlang (rechts) in den neuen Räumen der Liebschützberger Gemeindebibliothek in Borna. Quelle: Sven Bartsch
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Borna

Nichts geändert hat sich dagegen am Personal. Brigitte Moeßlang, langjährige Lehrerin und Leiterin der Grundschule, betreut die Ausleihe wie zuvor in Terpitz.

Jeden Dienstagnachmittag in der Zeit von 15 bis 17 Uhr erwartet die Bornaerin Leseratten jeden Alters. Diese "Öffnungszeiten" gelten jedoch nicht ausschließlich. Eine zweite Anlaufstelle, die Außenstelle, wenn man so will, befindet sich in der Grundschule in Schönnewitz. Dort sind Brigitte Moeßlang und ihre Bücher die ganze Schulwoche über gefragt. Die Anzahl der auszuleihenden Medien ist in beiden Bibliotheken in etwa gleich. Rund 1000 Bücher und Hörbücher pro Haus, so schätzt Brigitte Moeßlang, sind insgesamt zu finden. Und wenn ein Nutzer das gewünschte Buch nicht findet, ist das auch kein Problem. Die Bibliothekarin hat den schnellen Draht zu Kreisergänzungsbibliothek mit Sitz in Oschatz. "Dort kann ich jedes Buch ganz unkompliziert bestellen, der Suchende muss also gar nicht lange warten." Damit dies auch funktioniert, ist Marion Schreiber in Oschatz zur Stelle. "Bisher konnten wir noch jeden Leserwunsch erfüllen", versichert sie auf Nachfrage gegenüber der Oschatzer Allgemeinen Zeitung. In den sechs Regalen unter dem Dach der Gemeindeverwaltung in Borna finden sich Astrid-Lindgren-Klassiker wie "Pippi Langstrumpf" ebenso wie Fachliteratur zu Natur und Raumfahrt sowie die Thriller des US-Amerikaners Stephen King.

Nach Borna kämen überwiegend Erwachsene, während Schönnewitz natürlich den Kindern vorbehalten sei. Ausleihgebühren fallen weder für junge noch alte Leser an und auch bei den Ausleihfristen drückt Brigitte Moeßlang mal ein Auge zu. "Gerade bei den Kindern geht das sehr locker zu. Die rufen mir schon mal über den Schulflur zu, dass sie ein Buch gerne noch eine Woche länger behalten möchten", berichtet sie.

Entlohnt wird Brigitte Moeßlang für ihre Arbeit nicht, und wenn man der Seniorin zuhört, merkt man schnell, dass dies auch gar nicht wichtig ist. Sie brennt für die Literatur und gibt den Zauber, der Büchern inne wohnt, mit Leidenschaft an andere weiter. Sie greift zu einem Buch und hat gleich eine Geschichte parat, und ruckzuck plaudert sie über die Menschen, die das Buch zuletzt ausgeliehen hatten. Da wundert es auch nicht, das sie ihre Arbeit gerne mit nach Hause, beziehungsweise mit zu anderen nimmt. "Hier auf dem Land, da ist das kein Problem. Man trifft sich auf der Straße oder telefoniert und schon weiß man, was der andere gern lesen möchte. Dann bekommt er es auch mal von mir frei Haus geliefert, wenn es sich einrichten lässt."

Bücher nicht nur auszuleihen oder zu empfehlen, das liegt der 69-Jährigen im Blut. Ihr Engagement hört nicht beim Vorlesen auf. Ist sie in Stimmung und bietet es sich an, schlüpft sie gerne in die Rollen der Figuren, die Romane und Geschichten bevölkern. "Vor allem bei den Kindern macht das wahnsinnigen Spaß", verrät sie. Müde macht sie diese Mission dabei noch lange nicht. "So lange wie es mir und anderen gefällt und niemand sagt ,Da kommt ja die Alte schon wieder`, höre ich nicht auf!"

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