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Oschatz Liebschützberger Grundschüler machen Zirkus
Region Oschatz Liebschützberger Grundschüler machen Zirkus
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00:19 19.05.2017
Lucas, Kenny und Elias haben den Dreh beim Tellerbalancieren raus. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Schönnewitz

Manege frei in der Grundschule Liebschützberg: Die Wiese hinterm Schulgebäude ist verschwunden, statt dessen thront in dieser Woche dort ein Zirkuszelt. Der Schul- und Kindergartenzirkus „Fernandini“ der Familie Richter aus Döbrichau dominiert die Projektwoche, in der aus den Liebschützberger Grundschülern Akrobaten, Tänzer, Fakire, Clowns, Dompteure und Jongleure werden.

Für die Viertklässler Louis und Lucas, deren letzter Zirkusbesuch über ein Jahr zurückliegt, ist die bunte Woche außerhalb des Klassenzimmers besonders aufregend. „Ich habe Lampenfieber. Hoffentlich geht alles gut“, sagt Louis. Und Lucas ergänzt, dass er es toll findet, einmal die Seiten zu wechseln und selbst dafür zu sorgen, dass seine Familie und Freunde ins Staunen geraten, was er alles kann.

Dass jeder Schüler von den Zirkusexperten für die Disziplin geschult wird, die ihm am meisten liegt, bestärkt auch Lehrerin Verena Krause, an der Idee festzuhalten. Alle vier Jahre versuchen sie, die Manege nach Schönnewitz zu bringen, damit jeder Jahrgang einmal mitmachen kann. „Hier gehen auch ruhige Kinder mal richtig aus sich raus und manche zeigen ein Talent, das uns bisher verborgen blieb.“

Einziger Wermutstropfen ist es für die meisten jungen Zirkuskünstler, dass nicht mehr Tiere mit dabei sind, um das Programm zu gestalten. Zwar lassen sie für die Vorstellung Ziegen über Hindernisse springen, jedoch gibt es keine weiteren Vierbeiner unter der Zirkuskuppel zu sehen. Zum einen hat das mit den Auflagen des Tierschutzes zu tun, zum anderen mit den Rahmenbedingungen vor Ort, erklärt Jacqueline Richter. „Wir sind bundesweit unterwegs und machen Familienzirkus in der siebenten Generation. Leider wird es zunehmend schwieriger, Schulen zu finden, die genug Grün in der Umgebung haben, auf dem Zelt und Tiere Platz finden“, beschreibt sie. Die Schönnewitzer Schule auf dem Land böte dahingehend ideale Bedingungen, auch wenn sie verhältnismäßig klein sei. „In den großen Schulen haben wir genug Akteure für drei oder vier verschiedene Vorstellungen in einer Woche“, vergleicht sie.

Bis zum Freitag sind die Jungen und Mädchen noch mit dem Einstudieren ihrer einzelnen Nummern beschäftigt In dieser Zeit ist der normale Schulrhythmus außer Kraft gesetzt, es gibt keine Hausaufgaben, keine Ganztagsangebote und keinen Förderunterricht. Mit Spannung erwarten alle den Abschluss des Projektes Zirkus. Es gipfelt in zwei Aufführungen, erst eine öffentliche Generalprobe am Freitag ab 9.30 Uhr, zu der Kindergärten, Seniorengruppen, Mitschüler und andere geladene Gäste die 400 Plätze im Zelt füllen sollen. Die Einnahmen aus dem Eintritt dieser ersten Vorstellung kommen der Schule zugute. In der großen Zirkusgala mit Maske, Musik und Kostümen am Nachmittag ab 16.30 Uhr sind dann Eltern, Großeltern, weitere Familienangehörige und neugierige Zirkusfreunde eingeladen. Bereits ab 15 Uhr gibt es für Besucher Kaffee und Kuchen. Die Einnahmen dieser Schau erhält der Zirkus.

Von Christian Kunze

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