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Oschatz Liebschützberger Räte absolvieren Vergabemarathon für neue Feuerwache
Region Oschatz Liebschützberger Räte absolvieren Vergabemarathon für neue Feuerwache
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06:00 06.10.2016
Die Tage des Bornitzer Feuerwehrhauses mit seiner engen Toreinfahrt sind gezählt. Der Gemeinderat vergab die Aufträge für einen Neubau. Quelle: privat
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Bornitz

Aufträge im Wert von brutto 451 657,46 Euro für den Neubau des Bornitzer Feuerwehrgerätehauses hat der Liebschützberger Gemeinderat am Dienstagabend in einer Sondersitzung im Dorfgemeinschaftshaus Clanzschwitz vergeben.

Dickster Brocken unter den vergebenen 13 Losen waren die so genannten Baumeisterarbeiten. Der Auftrag, zu dem Mauerwerks-, Beton- und Aushubarbeiten gehören, wurde letztlich für 136 480 Euro vergeben und bleibt in der Region. Den Zuschlag erhielt die TWT Sanierungsgesellschaft aus Sörnewitz. Sie hatte ursprünglich ein Angebot in Höhe von knapp 140 000 Euro unterbreitet. Wie Architektin Ina Schwindke erläuterte, habe man mit der Firma ein Gespräch zur Kostenoptimierung geführt. Dabei sei festgelegt worden, die Fahrzeughalle innen nicht zu putzen, sondern nur anzustreichen. Außerdem würden Aushubarbeiten gespart und dafür eine andere Höhenlage des Gebäudes in Kauf genommen. Der Bieter habe der Verringerung der Leistungen und damit des Auftragswertes, zugestimmt.

Eine solche Kostenoptimierung sei auch beim Los „Fenster und Türen“ vorgenommen worden. Dort habe das Planungsbüro nach Durchsicht der Angebote zwei Innentüren und die Faltwand im Schulungsraum zur Disposition gestellt. Sie war von der Unfallkasse empfohlen worden, um die Nutzungen durch die Wehr und die Jugendfeuerwehr zu trennen. Vorgeschrieben sei das allerdings nicht, betonte die Architektin. Der Auftrag wurde somit für knapp 21 800 statt der zunächst gebotenen 27 200 Euro an die Tischlerei Oschatz GmbH vergeben. Roland Höptner (CDU) lobte ausdrücklich die Verfahrensweise, bereits in der Ausschreibung zu testen, wie viel Leistung man für das Geld bekommen könne und dabei das Budget im Blick zu haben.

Bei einer Reihe weiterer Vergaben wurden die Erd- beziehungsweise Heimatkunde-Kenntnisse der Räte stark strapaziert. „Wo liegt Kahmer?“, war nur eine Frage. Auflösung: Die Firma, die die Dacharbeiten ausführen wird, ist östlich von Greiz, ein paar Kilometer entfernt vom Göltzschtalviadukt, zuhause. Weitere Aufträge wurden nach Zwickau, Döbeln, Thallwitz, Langenweißbach, Frankenberg und Hartha vergeben. Dadurch flackerte kurz eine Diskussion über Sinn und Notwendigkeit öffentlicher Ausschreibungen auf. Aus der Gemeinde Liebschützberg wird auch ein Betrieb in Bornitz tätig. Die im Treptitzer Gewerbegebiet ansässige Firma Braun erhielt den Zuschlag für die Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsinstallation – ebenfalls nach einer Kostenoptimierung.

Abgesehen von den Abstimmungen, bei denen Gemeinderäte befangen waren, stimmten stets zwölf der 14 Anwesenden für die Vergabevorschläge des Planungsbüros. Andreas Müller und Dirk Schöne (beide CDU) votierten gegen alle Vorlagen.

Die Arbeiten sollen nach Ablauf der Einspruchsfrist gegen diese Vergabe beginnen. Anders ausgedrückt: Der Abrissbagger der Riesaer TS Bau-Niederlassung rückt Mitte des Monats am alten Gerätehaus an.

Von Axel Kaminski

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