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Oschatz Liebschützberger Zwerge verabschieden Erzieherin Almuth Jährig
Region Oschatz Liebschützberger Zwerge verabschieden Erzieherin Almuth Jährig
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16:01 22.02.2018
Almuth Jährig aus Ganzig zeigt Geschenke von Kollegen, Eltern, Gemeindeverwaltung und den Liebschützberger Zwergen in der Schönnewitzer Einrichtung. Quelle: Foto: Dirk Hunger
Schönnewitz/Ganzig

Eine lebende Legende geht in den Ruhestand: Zum Martinsfest verabschiedeten Erzieherinnen, Eltern und Kinder der Tagesstätte „Liebschützberger Zwerge“ am Dienstagabend Almuth Jährig. Nach 43 Jahren und 18 Tagen im Beruf genießt die Ganzigerin ab 1. Dezember den Ruhestand.

Doch bevor aus „Tante Almuth“ die „Oma Almuth“ werden darf, so drückte es Liebschützbergs Vize-Bürgermeister Ronny Schimpke aus, galt es zurück zu blicken. Auf die Entscheidung der gelernten Kinderkrankenschwester, Erzieherin zu werden. Eine Entscheidung, die sie ihrer eigenen Tochter zu Liebe fällte. „Sie sollte nicht mit einer Mutter aufwachsen, die im Schichtbetrieb arbeitet“, begründet die heute 63-Jährige diesen Schritt. Bereut hat sie diesen Entschluss nicht.

Nach dem Umzug von Leipzig in die Region war Almuth Jährig zunächst Krippenerzieherin im Dauerheim Mügeln. Ab 1976 gehörte sie zum Team der neu eröffneten Kita „Spatzennest“ in Oschatz, im Oktober 1978 begann dann ihre längste Etappe im Ganziger Kindergarten. Hier leitete sie von 1981 bis 1991 die Krippe und zog nach der Schließung mit um in das neu gebaute Kinderhaus „Liebschützberger Zwerge“ im Jahr 2008. Unterbrochen waren diese drei Jahrzehnte nur durch ein Babyjahr. „Ich gehöre sozusagen zum Inventar“, meint sie.

Kinder, Eltern und Kollegen schätzen an Almuth Jährig vor allem ihr „grandiosen Ideen“. Gemeinsam mit den Kindern basteln, ihnen zeigen, wie man aus einfachen Dingen kreativ schöne Dinge machen kann, das war stets eine Freude für die Ganzigerin. Für das Gestalten solcher Sachen ist nun ab dem kommenden Monat mehr Zeit, ebenso für den heimischen Garten und für ein weiteres Hobby der Erzieherin, dass sie mit Vorliebe an die Kleinsten weiter gegeben hat: das Lesen und das Vorlesen. Von den Kolleginnen gab es für die Zeit nach dem Kindergarten ein großes Paket Bücher und einen Obolus für „Nachschub“ im Regal. Und ihre beiden Kinder und die Enkelkinder freuen sich ebenso über mehr Zeit mit Mutter und Großmutter als bisher.

Von Christian Kunze

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