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Oschatz Lions mit neuem Kopf
Region Oschatz Lions mit neuem Kopf
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18:07 16.08.2013
Dietmar Schurig (l.) übergibt das Amt des Lions-Präsidenten an den Medizinischen Geschäftsführer und Chefarzt in der "Collm Klinik", Dr. Mario Günther. Quelle: Thomas Malik

Von Gabi Liebegall

Eine seiner ersten Amtshandlungen als Präsident war die Eröffnung des Benefizkonzertes im Juli im Oschatzer Thomas-Müntzer-Haus. Mit dem Akademischen Chor der Universität Tübingen unter der Leitung des Dirigenten Philipp Amelung wurde Carl Orffs "Carmina Burana" aufgeführt. "Es war ein wunderschöner Erfolg", so Günther.

Übrigens tauscht der Arzt gern einmal das Skalpell gegen Musik, Radfahren oder andere Dinge aus, bei denen er Kraft tanken kann. So hat es sich Dr. Günther zum Familientag am 1. Juni im O-Park nicht nehmen lassen, in der Teddy-Klinik Interessenten Rede und Antwort zu stehen. Vor allem die Kinder waren begeistert. Schließlich ist es eine mittlere Katastrophe, wenn ein Teddy krank ist.

Aber nicht nur als Lions-Präsident und Chefarzt zeigt er ein großes Herz, auch privat. So gewährten er und seine Frau zwei Personen, die in Döbeln im Juni von der Flut betroffen waren, gleich mal für einige Wochen in seinem Haus "Asyl".

Für Mario Günther ist es selbstverständlich, die Aufgaben des Lions-Clubs weiter zu pflegen. "Wir wollen Menschen helfen, die in Not geraten sind. Als Teil einer internationalen Organisation haben wir auch die Pflicht, in aller Welt zu helfen, zum Beispiel nach schweren Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Tsunamis. Trotzdem wollen wir vor allem in der Region Präsenz zeigen.

In der Öffentlichkeit wird der Club ab und zu als elitär charakterisiert. Dazu Dr. Günther: "Elitär wären aus meiner Sicht Vereinigungen, die sich mit sich selbst beschäftigen und nur Leistungen für sich selbst erbringen. Wir setzen uns für Bedürftige ein, und das ist schon ein gewaltiger Unterschied", betont er.

Warum sein Engagement so groß ist? Darauf hat der Arzt eine ganz plausible Antwort. "Menschen, die Leistungen erbringen können, sind in der Lage zu helfen. Deshalb müssen sie einspringen, um die zu unterstützen, die unverschuldet in eine soziale Schieflage geraten sind. Es wäre sehr wünschenswert, dass sich noch viel mehr Leute, denen es gut geht, für andere einsetzen." Die Lions leben es vor, und zwar nicht nur der Präsident, sondern alle 27 Mitglieder. Ihnen gebührt laut Günther ein großes Lob.

"Schließlich ist niemand gezwungen, ehrenamtlich tätig zu sein und die wenige Freizeit noch mehr einzuschränken. Wir haben für jede Aufgabe im Club das passende Mitglied."

Auch wenn Sommer- und Urlaubszeit ist: Die Lions bereiten schon die nächsten Aktivitäten vor, so den Weihnachtsmarkt und das Konzert im nächsten Sommer. "Wir möchten wie 2002 wieder Flutopfern helfen. Das ist doch selbstverständlich."

Gabi Liebegall

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