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Oschatz Löschen wie die Großen: Feuerwehrnachwuchs probt Ernstfall
Region Oschatz Löschen wie die Großen: Feuerwehrnachwuchs probt Ernstfall
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16:15 28.09.2015
Volle Konzentration: Flori Kühn und Florian Böhme (hinten) beim Löschen des Brandes. Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

Von Alexander Bley

Schließlich werden die Floriansjünger regelmäßig an der Technik der Feuerwehr ausgebildet. Aber wie ist das in der Realität bei den Profis, die 24 Stunden im Einsatz sind?

Genau deshalb gibt es für die "Kleinen" seit sechs Jahren in Oschatz den Berufsfeuerwehrtag. "Das ist dann so wie bei den Großen", erklärte Marcel Schmidt, der den Lösch-Nachwuchs unter seinen Fittichen hat. Am vergangenen Wochenende mussten sich 30 Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehr der Herausforderung stellen.

Die begann, wie es sein muss, mit der Theorie, namentlich der Feuerwehrdienstvorschrift Nummer drei. Freitagabend war das Thema. Darin ist verbrieft, wie angetreten werden muss, wer wo im Fahrzeug sitzt und wie vor Ort der Löscheinsatz vonstatten zu gehen hat. Danach waren Technik und Fahrzeuge dran. Und wie es sich gehört, ertönte auch dreimal der Alarm zum Ausrücken. Aber immer dann, wenn die Kinder fast komplett in ihren Klamotten bereit standen, wurde der Einsatz abgeblasen. "Abbruch wegen Fehlalarm", sagte Schmidt, "da ging es ihnen so wie uns." Verständlicherweise senkten sich da bei einigen die Köpfe.

Nach der Nacht auf der Wache wurde es Sonnabend dann doch ernst. Gleich zwei Mal. Zuerst rückten die Jungs gen Obi-Lager aus, gegen Mittag in die Bahnhofstraße. Beide Male musste eine vermisste Person aus dem Gebäude gerettet und natürlich der fiktive Brand gelöscht werden. "Wichtig dabei ist, dass jeder eine bestimmte Funktion hat und die wird vorher genau festgelegt", erklärte Schmidt. Da gibt es den Angriffs-, den Wasser- und den Schlauchtrupp. Die Kommunikation untereinander muss passen. "Auch wenn ein Fahrzeug Geräusche macht und eine weite Strecke überbrückt werden muss", so der 31-Jährige, "da sind Handzeichen wichtig."

So, wie sich die zwei Nachwuchsgruppen geschlagen haben, konnte Schmidt nur den Daumen heben. "Natürlich läuft das bei den Zwölf bis 16-Jährigen routinierter als bei den Acht- bis Zwölfjährigen", zog der Stadtjugendfeuerwehrwart eine positive Bilanz, "ich bin zufrieden und den Kleinen hat es auch Spaß gemacht."

Aus der Oschatzer Allgemeinen Zeitung vom 24.09.2015

Alexander Bley

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